30 April 2026, 00:47

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Debatte über politische Diskriminierung entfacht

Plakat für ein Bierfest in Deutschland mit Menschen, die Biergläser halten und einen Fass im Hintergrund, mit deutschem Text unten.

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Debatte über politische Diskriminierung entfacht

Drei Politiker der Alternative für Deutschland (AfD) wurden Anfang dieses Monats aus einer Berliner Kneipe verwiesen. Der Vorfall, über den die Bild am Mittwoch erstmals berichtete, ereignete sich am 14. April im Gaffel Haus. Die Auseinandersetzung hat seitdem eine Debatte über politische Diskriminierung in öffentlichen Räumen ausgelöst.

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Maximilian Krah, Philipp-Anders Rau und Steffen Janich wurden gebeten, das Lokal zu verlassen, nachdem Mitarbeiter ihre Zugehörigkeit zur AfD erkannt hatten. Zunächst wurden nur Krah und Rau des Hauses verwiesen, doch auch Janich musste gehen, nachdem er nachgefragt hatte, warum seine Kollegen abgewiesen worden waren.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Kontroversen ein, die mit Krahs Parteimitgliedschaft zusammenhängen. Anfang dieses Jahres zog die Leipziger Buchmesse ihre Einladung zurück, dort seinen Roman vorzustellen – mit Verweis auf seine AfD-Verbindungen. Ebenso beendete die Friedrich Pustet Druckerei eine geplante Zusammenarbeit mit Krah für ein Buchprojekt, ebenfalls wegen seiner politischen Zugehörigkeit.

Als Reaktion auf den Rauswurf riet Krah seinen Anhängern, das Gaffel Haus zu meiden, und deutete an, dass Kunden durch ihre Entscheidungen die Umsätze der Kneipe beeinflussen könnten. Die Leitung des Gaffel Haus hat sich trotz einer Anfrage der Bild nach einer Bestätigung bisher nicht zu dem Vorfall geäußert.

Die Entfernung der drei AfD-Politiker unterstreicht die Spannungen zwischen politischer Gesinnung und dem Zugang zu öffentlichen Einrichtungen. Krahs frühere Kontroversen – etwa die zurückgezogene Einladung zur Buchmesse und der geplatze Verlagsdeal – zeigen ein wiederkehrendes Muster der Auseinandersetzung um den Ruf seiner Partei. Das Schweigen der Kneipenbetreiber lässt die Gründe für den Rauswurf weiterhin ungeklärt.

Quelle