Außengastronomie 2024: Warum Terrassengebühren zwischen 0 und 1.163 Euro schwanken
Vadim BlochAußengastronomie 2024: Warum Terrassengebühren zwischen 0 und 1.163 Euro schwanken
Gebühren für Außengastronomie variieren 2024 stark zwischen deutschen Städten
In diesem Jahr fallen die Gebühren für die Nutzung von Terrassen in der Außengastronomie in deutschen Städten sehr unterschiedlich aus: Einige Kommunen haben die Abgaben komplett gestrichen, während andere Beträge von über 1.000 Euro verlangen. Die Unterschiede spiegeln gegensätzliche Ansätze wider, wie lokale Gastronomiebetriebe unterstützt und Innenstädte belebt werden sollen.
Fünf Städte – Merseburg, Sangerhausen, Köthen, Salzwedel und Lutherstadt Eisleben – haben die Terrassengebühren vollständig abgeschafft. Damit soll die finanzielle Belastung für Gastwirte verringert und das Essen im Freien gefördert werden.
Anderswo fallen die Kosten sehr unterschiedlich aus: Schönebeck erhebt mit 52 Euro die niedrigste Gebühr, gefolgt von Zeitz mit 56 Euro. In Dessau-Roßlau, Bernburg und Naumburg betragen die Abgaben 100, 125 bzw. 125 Euro. In 13 Städten, darunter Magdeburg, liegt der Preis unter 251 Euro.
Deutlich teurer wird es in Lutherstadt Wittenberg, wo Gastwirte 750 Euro zahlen müssen, und in Halle (Saale) mit 700 Euro. Die höchsten Gebühren verzeichnet Wernigerode: Für eine Standardterrasse von 25 m², die von Mai bis September genutzt wird, fallen hier 1.163 Euro an. Dieser Anstieg geht auf eine Änderung aus dem Jahr 2023 zurück, die die Nutzungsentgelte für öffentlichen Raum in der Altstadt erhöhte.
Der Bund der Steuerzahler fordert mehr Kommunen auf, die Terrassengebühren abzuschaffen. Die Begründung: Ein Verzicht auf diese Kosten würde die Außengastronomie stärken und zur Belebung der oft schwächelnden Innenstädte beitragen.
Im Durchschnitt liegt die Gebühr für eine 25 m² große Terrasse in einer begehrten Innenstadtlage bei 328 Euro. Während einige Städte auf eine Abschaffung setzen, halten andere an hohen Kosten fest – die Diskussion über eine faire Preisgestaltung bleibt damit aktuell. Der Vorstoß des Steuerzahlerbunds für einen Verzicht könnte künftig die Politik in weiteren Städten beeinflussen.






