16 March 2026, 10:36

Baden-Baden feiert Nijinskis Erbe mit großem Tanzfestival im Oktober

Ein Plakat, das eine Ballettvorstellung in Paris im Jahr 1909 ankündigt, mit einem Gemälde einer Person in einer anmutigen Pose, darüber in fetter Schrift "Saison Russe" und "Opera et Ballet".

Baden-Baden feiert Nijinskis Erbe mit großem Tanzfestival im Oktober

Ein großes Tanzfestival zu Ehren des Erbes von Wasslaw Nijinski und den Ballets Russes findet im Oktober in Baden-Baden statt. Unter dem Titel Die Welt des John Neumeier läuft die Veranstaltung vom 2. bis 12. Oktober und umfasst Aufführungen, Ausstellungen sowie seltene historische Einblicke. Tickets für das Festival 2026 sind ab sofort erhältlich.

Im August 1913 hielt sich Nijinski im Brenners Parkhotel in Baden-Baden auf, um mit Sergei Djagilew an einem Ballett zu Bachs Musik zu arbeiten. Doch aus dieser Zeit sind weder Entwürfe noch Pläne für die Produktion erhalten geblieben. Fast zeitgleich traf auch Anna Pawlowa, eine weitere prägende Persönlichkeit der Ballets Russes, in der Stadt ein. Noch vor ihrem Auftritt sorgte sie für Furore und tanzte am 26. August ihren legendären Sterbenden Schwan.

Die Ballets Russes revolutionierten in den frühen 1900er-Jahren die Spitzentanztechnik und setzten neue künstlerische und technische Maßstäbe. Über ein Jahrhundert später würdigt der Choreograf John Neumeier diese Ära mit eigenen Werken. Sein Ballett Nijinski, in dem Pawlowas Sterbender Schwan zu sehen sein wird, wird während des Festivals aufgeführt – ebenso wie Epilog.

Ab dem 3. Oktober wird zudem Neumeiers private Tanzsammlung im Stadtmuseum Baden-Baden ausgestellt. Die Schau zeigt seine enge Verbindung zu Nijinskis Vermächtnis und dem weitreichenden Einfluss der Ballets Russes.

Das Festival verbindet Geschichte und modernen Tanz und präsentiert Neumeiers Schöpfungen sowie das bleibende Erbe Nijinskis und Pawlowas. Elf Tage lang gibt es Aufführungen und Ausstellungen – die Tickets für die Veranstaltung 2026 sind bereits im Vorverkauf. Baden-Baden wird damit erneut zum Mittelpunkt der Ballettwelt, wie schon im Jahr 1913.

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