20 June 2026, 16:20

Bahnausbau in Hannover stockt: Bundesregierung blockiert dringende Gleiserweiterungen

Grüne kritisieren mangelnde Finanzierung für die Erweiterung des Hauptbahnhofs Hannover

Bahnausbau in Hannover stockt: Bundesregierung blockiert dringende Gleiserweiterungen

Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und der DB InfraGO haben keine Fortschritte bei der Weiterführung von Schienenprojekten in die nächste Planungsphase gebracht. Dieser Rückschlag droht Verzögerungen oder sogar die Streichung dringend benötigter Ausbaumaßnahmen – darunter die Erweiterung des Hannoveraner Hauptbahnhofs. Kritiker zeigen sich bereits besorgt über die ausbleibenden Fortschritte.

Die Bundestagsabgeordnete Swantje Michaelsen aus Hannover wies auf die fehlenden Mittel für zwei zusätzliche Gleise und einen neuen Bahnsteig hin. Sie bezeichnete die Situation als „Skandal“ und betonte, dass diese Erweiterungen dringend notwendig seien, um die Überlastung an einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Norddeutschlands zu entlasten. Der Bahnhof verzeichnet derzeit täglich über 260.000 Fahrgäste sowie rund 750 Fern- und Regionalzüge.

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Ein verkehrspolitischer Experte der Grünen wirft der Bundesregierung vor, die weitere Planung für den Ausbau des Bahnhofs zu blockieren. Gleichzeitig setzt sich das Bundesverkehrsministerium in den aktuellen Haushaltsverhandlungen für höhere Investitionen in neue und bestehende Projekte ein.

Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, kritisierte den Kurs der Regierung als „unlogisch“. Sein Verband, das Bündnis für die Schiene, übt scharfe Kritik an den ausbleibenden Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung des Schienennetzes.

Ohne zusätzliche Mittel bleiben zentrale Bahnprojekte in der Schwebe. Die stockende Planung gefährdet den Betrieb an wichtigen Knotenpunkten wie dem Hannoveraner Hauptbahnhof. Die anstehenden Haushaltsverhandlungen der Regierung werden entscheiden, ob diese dringend notwendigen Vorhaben vorankommen.

Quelle