24 March 2026, 04:30

Bechtle reformiert Führungsteam angesichts sinkender Gewinne und Chip-Engpässen

Balkendiagramm, das die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeschlüsselt nach Branche und Erholungsstatus, mit Daten zur Gesamtzahl der betroffenen Unternehmen und zur wirtschaftlichen Erholung.

Bechtle reformiert Führungsteam angesichts sinkender Gewinne und Chip-Engpässen

Bechtle baut Führungsebene um – Unternehmen steht vor wachsenden Herausforderungen

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Der IT-Dienstleister Bechtle formiert seine Unternehmensspitze neu, während das Kerngeschäft zunehmend unter Druck gerät. Die Umstrukturierung erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Gewinne, steigender Kosten und Unsicherheiten durch anhaltende Engpässe bei Speicherchips. Trotz schwächerer Finanzkennzahlen im vergangenen Jahr erhalten Aktionäre keine Dividendenerhöhung.

Der Vorstand wird bis Januar 2027 von vier auf drei Mitglieder verkleinert. Antje Leminsky scheidet Ende 2026 aus dem Gremium aus, während Konstantin Ebert zu Beginn des Jahres 2027 die Position des Vorstandsvorsitzenden von Thomas Olemotz übernimmt. Das neue Führungsteam will interne Prozesse beschleunigen, um das Umsatzziel von 10 Milliarden Euro bis 2030 zu erreichen.

Die schwierigen Marktbedingungen belasten die Performance von Bechtle spürbar. Knappe Speicherchips und höhere Kosten treiben die Preise in die Höhe, was die künftige Kaufbereitschaft der Kunden unberechenbar macht. Die Prognose für die Vorsteuermarge 2026 wurde auf maximal fünf Prozent nach unten korrigiert. Erst vergangenen Freitag erreichte die Aktie mit 25,74 Euro ein 52-Wochen-Tief – ein deutliches Zeichen für die Sorgen der Anleger.

Trotz dieser Rückschläge hat sich die Bechtle-Aktie im vergangenen Jahr besser entwickelt als einige Konkurrenten. Zwischen März 2025 und März 2026 stieg der Kurs um 18 Prozent und lag damit vor Atos (plus fünf Prozent) und Fujitsu (plus zwölf Prozent), blieb aber hinter Siemens (plus 25 Prozent) zurück. Der Vorstand schlägt vor, die Dividende trotz des Gewinnrückgangs stabil bei 0,70 Euro je Aktie zu halten.

Die Unternehmensführung wird die Entwicklung im Jahr 2026 genau beobachten und plant, bis Mitte des Jahres eine klarere Einschätzung zur Versorgung mit Speicherchips zu geben.

Mit den personellen Wechseln will Bechtle das Unternehmen durch eine schwierige Phase steuern, die von Lieferkettenproblemen und finanziellen Belastungen geprägt ist. Ein schlankerer Vorstand und ein stärkerer Fokus auf Effizienz sollen das langfristige Wachstum sichern. Nun bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen die Performance stabilisieren und das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen können.

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