Betrugsprozess in Freiburg: 60.000 Euro Corona-Hilfen erschlichen und Löhne vorenthalten
Vadim BlochBetrugsprozess in Freiburg: 60.000 Euro Corona-Hilfen erschlichen und Löhne vorenthalten
Ein 49-jähriger Mann muss sich vor dem Landgericht Freiburg wegen Betrugsdelikten im Zusammenhang mit COVID-19-Hilfsgeldern und vorenthaltenen Sozialabgaben verantworten. Ihm werden Subventionsbetrug, Lohnvorenthaltung sowie die nicht ordnungsgemäße Anmeldung von Beschäftigten vorgeworfen. Der Prozess beginnt am 30. März 2026 um 9 Uhr vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Freiburg.
Der Angeklagte soll sich zwischen März 2020 und November 2021 durch falsche Angaben illegal rund 60.000 Euro an Corona-Soforthilfen erschlichen haben.
Zudem wird ihm vorgeworfen, in demselben Zeitraum mehrere Arbeitnehmer in einem Freiburger Bau- und Reinigungsunternehmen beschäftigt zu haben, ohne sie anzumelden. Dadurch seien Sozialabgaben in Höhe von etwa 188.000 Euro vorenthalten worden. Wie viele Mitarbeiter nicht gemeldet wurden, ist bisher nicht bekannt.
Weitere Vorwürfe betreffen die wiederholte Vorenthaltung und Veruntreuung von Löhnen. Diese Anschuldigungen werden im kommenden Jahr im Prozess detailliert geprüft.
Im Mittelpunkt des Verfahrens steht wirtschaftliches Fehlverhalten während der Pandemie, darunter betrügerische Hilfsanträge und nicht abgeführte Sozialbeiträge. Das Urteil wird klären, ob der Angeklagte für die vorgeworfenen Straftaten zur Verantwortung gezogen wird – mit möglichen rechtlichen Konsequenzen wegen Lohnbetrugs und Verstößen gegen das Sozialversicherungsrecht.






