BNM fordert radikale Wende in Energie- und Verkehrspolitik von der Bundesregierung
Vadim BlochBNM fordert radikale Wende in Energie- und Verkehrspolitik von der Bundesregierung
Bundesverband Neue Mobilität (BNM) fordert Bundesregierung zu grundlegender Reform der Energie- und Verkehrspolitik auf
Der Bundesverband Neue Mobilität (BNM) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Strategien in den Bereichen Energie und Mobilität grundlegend zu überarbeiten. Wie die Vereinigung betont, belege die anhaltende Energiekrise, dass erneuerbare Energien und elektrische Verkehrslösungen mehr Stabilität bieten. Die Führungsebene des BNM argumentiert, dass die aktuellen politischen Ansätze neu gedacht werden müssten, um Deutschlands Zukunft zu sichern.
BNM-Geschäftsführerin Anja Quast unterstrich, dass die Energiewende nicht nur auf schnelle Expansion, sondern auf kluge Regulierung setzen müsse. Strom sei entscheidend für wirtschaftliches Wachstum, Versorgungssicherheit und nationale Unabhängigkeit, so Quast. Der Verband forderte zudem einen beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien und Speicherkapazitäten sowie fairere Regelungen für selbst verbrauchten Strom.
Besonders nachdrücklich setzt sich die Vereinigung für stärkere Anreize ein, um Verbrennungsmotoren schrittweise abzuschaffen. Zu den Vorschlägen gehören eine dauerhafte Umweltprämie für Benzin- und Diesel-Fahrzeuge sowie ein Verbot von Neuanschaffungen verbrennungsbetriebener Autos im öffentlichen Sektor. Zudem spricht sich der BNM gegen weitere Subventionen für Hybridmodelle aus und besteht darauf, dass rein batteriebetriebene Antriebe Vorrang erhalten sollten.
Beim Thema Ladeinfrastruktur verlangt der Verband einheitliche Preise für öffentliche und private Ladestationen. Zudem fordert er ein gesetzlich verankertes Recht auf Ladezugang für Mieter:innen und Beschäftigte. Thomas Mertens, technisches Vorstandsmitglied des BNM, argumentierte, dass der Umstieg auf elektrische Lösungen Deutschland vor unberechenbaren Schwankungen auf den globalen Rohstoffmärkten schützen würde.
Kritik übte der Verband an Paragraf 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), der unnötige Kosten verursachen könnte. Stattdessen schlägt der BNM effizientere digitale Alternativen vor, um Prozesse zu vereinfachen.
Zu den zentralen Forderungen des Verbandes zählen ein schnellerer Ausbau erneuerbarer Energien, gerechtere Regelungen für das Laden von E-Fahrzeugen sowie strengere Maßnahmen zum Ausstieg aus fossilen Antrieben. Der BNM ist überzeugt, dass diese Schritte die Abhängigkeit von volatilen Energiemärkten verringern und Deutschlands langfristige Stabilität stärken würden. Nun liegt es an der Politik, auf die Vorschläge zu reagieren.






