Bofinger warnt vor Rentenreform: Beamte in gesetzliche Versicherung zu integrieren wäre zu teuer
Romuald SchweitzerBofinger warnt vor Rentenreform: Beamte in gesetzliche Versicherung zu integrieren wäre zu teuer
Peter Bofinger, Mitglied der Rentenkommission der Bundesregierung, warnt davor, Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. Eine solche Reform würde seiner Ansicht nach in den kommenden 40 Jahren eine erhebliche finanzielle Belastung für den öffentlichen Sektor darstellen.
Die Rentenkommission hatte zwar ein einheitliches Rentensystem, das alle Beschäftigten – einschließlich der Beamten – umfasst, als ideales Modell für die Alterssicherung bezeichnet. Gleichzeitig räumte sie jedoch ein, dass eine solche Umstellung kurzfristig nur schwer realisierbar sei.
Bofinger verwies auf die Herausforderungen bei der Umsetzung einer solchen Reform. Besonders die Übergangsphase und verfassungsrechtliche Hürden nannte er als zentrale Hindernisse. Um Beamte vollständig in die gesetzliche Rente zu integrieren, müsste demnach sogar das Grundgesetz geändert werden.
Als Alternative schlug Bofinger vor, die Lücke durch höhere Gehälter für Beamte zu schließen. Dies folgt auf die Forderung von Barbara Bas, Kollegin von Arbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD), Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung aufzunehmen.
Bofinger sieht eine vollständige Integration als „massive Doppelbelastung für den öffentlichen Haushalt“. Die Debatte über die finanziellen und rechtlichen Folgen einer Reform dauert an – konkrete Änderungen des Systems stehen jedoch vorerst nicht an.
