Bremen kämpft gegen explodierende Spritpreise und fordert Übergewinnabgabe von Ölkonzernen
Vadim BlochBremen kämpft gegen explodierende Spritpreise und fordert Übergewinnabgabe von Ölkonzernen
Bremen fordert dringende Maßnahmen gegen explodierende Spritpreise und Energiekosten
Die Hansestadt wirft Ölkonzernen vor, die Nahost-Krise auszunutzen, um auf Kosten der Verbraucherinnen und Verbraucher die Gewinne in die Höhe zu treiben. Heute berät der Bundesrat über Vorschläge Bremens, Hamburgs und Mecklenburg-Vorpommerns, um die Preisspirale zu bremsen.
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte kritisierte, die Mineralölunternehmen würden die aktuelle Krise schamlos ausnutzen, um ihre Profite zu steigern. Als Gegenmaßnahme setzt sich die Stadt für schärfere Kartellregeln, eine bessere Preisüberwachung und mehr Marktransparenz ein.
Gemeinsam mit ihren regionalen Partnern fordert Bremen die Bundesregierung auf, Übergewinne der Ölkonzerne abzuschöpfen. Die Mittel sollen in Entlastungsmaßnahmen und strukturelle Reformen fließen. Zudem drängt die Hansestadt auf die zügige Einführung des von der EU-Kommission kürzlich gebilligten Industrie-Strompreises.
Umwelt-, Klima- und Wissenschaftssenatorin Henrike Müller betonte, wie entscheidend erneuerbare Energien für bezahlbares Wohnen und größere Unabhängigkeit seien. Bremen plädiert außerdem für eine Senkung der Stromsteuer auf das EU-Mindestniveau. Der Senat sieht die eigentliche Herausforderung darin, die Energieversorgung langfristig krisenfest zu machen – mit mehr Resilienz und Stabilität.
Im Bundesrat könnten auch mögliche Senkungen der Energiesteuern auf Kraftstoffe diskutiert werden. Die heutige Debatte wird zeigen, ob Bremens Initiativen bundesweite Unterstützung finden. Bei einer Zustimmung könnten strengere Kontrollen und Steueranpassungen die Belastung für Haushalte und Unternehmen verringern. Im Fokus bleibt eine sichere, bezahlbare Energiezukunft.






