21 April 2026, 06:29

Bundeswehr besucht über 2.000 Schulen – Kritik an wachsender Militärpräsenz

Eine Gruppe von Schülern marschiert in Berlin mit einer bunten 'Students for Future'-Schleife im Hintergrund von Gebäuden, Bäumen und Himmel.

Bundeswehr besucht über 2.000 Schulen – Kritik an wachsender Militärpräsenz

Die deutschen Streitkräfte, die Bundeswehr, haben im ersten Quartal 2024 über 2.000 Schulbesuche durchgeführt. Dies stellt einen deutlichen Anstieg in den letzten Jahren dar – wobei die Zahlen zwischen den Bundesländern stark variieren. Kritiker melden sich nun zu Wort und warnen vor der zunehmenden Präsenz des Militärs im Bildungsbereich.

Zwischen Januar und März 2024 führte die Bundeswehr insgesamt 2.013 Besuche an Schulen in ganz Deutschland durch. Besonders hoch war die Zahl in Bayern mit 562 Einsätzen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 291 und Niedersachsen mit 269 Besuchen. Baden-Württemberg verzeichnete im selben Zeitraum 219 Schultermine. Daneben veranstaltete die Bundeswehr bundesweit 20 Veranstaltungen an Hochschulen. Die Zahlen spiegeln einen generellen Anstieg der Nachwuchsarbeit des Militärs in den letzten Jahren wider.

Die bildungspolitische Sprecherin der Linken, Nicole Gohlke, kritisierte die steigende Anzahl der Schulbesuche scharf. Sie argumentiert, dass die wachsende Präsenz der Bundeswehr in Klassenzimmern die Gefahr einer Militarisierung der Bildung berge.

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Die aktuellen Daten zeigen einen klaren Aufwärtstrend bei den Bundeswehr-Besuchen an Schulen. Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen verzeichneten im frühen Jahresverlauf 2024 die höchsten Zahlen. Angesichts der steigenden Tendenz dürfte die Debatte über militärische Aktivitäten im Schulbereich weiter an Fahrt aufnehmen.

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