16 March 2026, 10:33

Derby-Alarm: Niedersachsens Ministerin fordert von Fans mehr Verantwortung gegen Stadiongewalt

Ein Fussballspiel im Gange mit Spielern in Sportkleidung und Helmen auf dem Feld, Zuschauern, Geländern und Tafeln mit Text im Hintergrund.

Innenminister: Ultras haben ein Problem in den eigenen Reihen - Derby-Alarm: Niedersachsens Ministerin fordert von Fans mehr Verantwortung gegen Stadiongewalt

Das anstehende Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig rückt die Stadionsecurity in den Fokus. Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens fordert vor dem Freitagabendspiel verschärfte Maßnahmen. Sie verlangt von Fangruppen, Verantwortung zu übernehmen, um Gewalt innerhalb des Stadions zu verhindern.

Das Duell zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig beginnt um 18:30 Uhr in der Landeshauptstadt. Ministerin Behrens betont, dass Gewalt in der Fankultur keinen Platz habe, und erwartet von allen Besuchern, diese Haltung zu respektieren.

Behrens kritisiert den hohen Polizeiaufwand bei einigen Fußballspielen als nicht tragbar. Bis zu 2.000 Einsatzkräfte für ein einziges Spiel einzusetzen, hält sie im Vergleich zu anderen Großveranstaltungen für unverhältnismäßig. Stattdessen setzt sie auf einen Mentalitätswandel in den Fangruppen, insbesondere bei den Ultra-Gruppierungen, um gewalttätiges Verhalten in den eigenen Reihen zu bekämpfen.

Ihre Position bleibt nicht ohne Widerspruch. Manche Anhänger sehen in ihr eine Gegnerin, da sie sich für strengere Sicherheitsvorkehrungen bei Risikospielen einsetzt. Dennoch bleibt Behrens entschlossen: Die Polizeipräsenzen in den Stadien sollen reduziert werden, ohne die Sicherheit zu gefährden. Sollten die Fangruppen nicht handeln, droht sie mit politischen und sportlichen Konsequenzen, um Veränderungen durchzusetzen.

Die Forderungen der Ministerin kommen kurz vor dem Derby, während die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Prüfstand stehen. Ihr Fokus liegt auf langfristigen Lösungen – sie appelliert an die Fangruppen, das Problem selbst in die Hand zu nehmen. Das Ergebnis könnte prägen, wie künftig Risikospiele in Niedersachsen abgesichert werden.

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