Deutschlands Wirtschaft wächst langsamer als erwartet – Prognosen fallen düster aus
Romuald SchweitzerDeutschlands Wirtschaft wächst langsamer als erwartet – Prognosen fallen düster aus
Die Konjunkturaussichten Deutschlands haben sich laut den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten des Landes weiter eingetrübt. Ihre aktuellen Prognosen zeigen ein verlangsamtes Wachstum in den kommenden Jahren, wobei steigende Energiepreise und geopolitische Spannungen eine zentrale Rolle spielen. Die Anpassungen folgen einer Reihe von Abwärtskorrekturen in jüngsten Vorhersagen.
Die Institute erwarten nun für 2023 nur noch ein BIP-Wachstum von 0,6 Prozent – eine deutliche Absenkung gegenüber der früheren Schätzung von 1,3 Prozent. Dies kommt, nachdem sich auch ihre Prognose für 2024, die ebenfalls bei 0,6 Prozent lag, als zu optimistisch erwies: Offizielle Daten zeigten später einen Rückgang um 0,2 Prozent in jenem Jahr. Zwar stimmten ihre Erwartungen weitgehend mit denen anderer internationaler Organisationen überein, die von einer Stagnation ausgingen, doch fiel der tatsächliche Rückgang stärker aus als angenommen.
Für 2027 wurde das Wachstum von 1,4 auf etwa 1 Prozent nach unten korrigiert. Die Verschlechterungen sind vor allem auf die wirtschaftlichen Folgen des Krieges im Iran sowie die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise zurückzuführen. Diese Faktoren belasten die ohnehin fragile Erholung zusätzlich.
Die überarbeiteten Zahlen unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen für Europas größte Volkswirtschaft. Die Energiepreise bleiben hoch, und die globale Instabilität dämpft weiterhin Handel und Investitionen.
Die neuen Prognosen deuten darauf hin, dass Deutschland in den kommenden Jahren mit einem gedämpften Wachstum rechnen muss. Angesichts hoher Energiepreise und ungelöster geopolitischer Risiken warnen die Institute vor anhaltenden konjunkturellen Gegenwinden. Ihre Einschätzungen fallen nun vorsichtiger aus als in früheren Bewertungen.






