29 June 2026, 12:44

DFB-Team unter Druck: Warum die WM-Vorbereitung zur Nagelprobe wird

Keine Entschuldigungen dieses Mal

DFB-Team unter Druck: Warum die WM-Vorbereitung zur Nagelprobe wird

Deutschlands Fußball-Nationalmannschaft gerät zunehmend unter Druck – die Schwächen lassen sich nicht mehr ignorieren

Der DFB hatte auf eine ruhigere Vorbereitung auf die WM 2026 gehofft, bei der der Fokus allein auf dem Sport liegen sollte. Doch die jüngsten Leistungen der Mannschaft haben sowohl auf als auch neben dem Platz anhaltende Probleme offenbart.

Besonders besorgniserregend sind die defensiven Defizite – vor allem mit Manuel Neuer im Tor. In den letzten Spielen gewann das Team zwar gegen Curaçao, verlor jedoch mit 1:2 gegen die Elfenbeinküste und Ecuador. Diese Ergebnisse zeigen, wie sehr die Mannschaft gegen taktisch gut organisierte Gegner kämpft, obwohl Deutschland historisch gegen vermeintlich schwächere Teams oft erfolgreich war.

Bundestrainer Julian Nagelsmann räumte vor dem anstehenden Spiel gegen Paraguay Mängel in der Physis und in Zweikämpfen ein. Paraguay, das in der Gruppenphase eher unauffällig blieb, hat sich jedoch als gefährlich erwiesen – in der Qualifikation besiegte das Team sowohl Brasilien als auch Argentinien. Sportdirektor Rudi Völler lobte dennoch den Einsatz und die Entschlossenheit der Spieler.

Auch im Angriff fehlt es an Tiefe, da zu viele Akteure ähnliche Stärken mitbringen. Diese Vorhersehbarkeit macht es Gegnern leichter, die Mannschaft auszuhebeln. Nathaniel Phillips und Deniz Undav stachen hingegen positiv hervor und bringen dringend benötigte Explosivität und Dynamik ins Spiel.

DFB und Öffentlichkeit müssen sich nun mit den Grenzen des Teams auseinandersetzen. Das aktuelle Maß an Kritik zeigt, dass die bisherigen Probleme lange unterschätzt wurden. Wie sich die Mannschaft bis 2026 weiterentwickelt, wird entscheiden, ob sie ihre defensiven und offensiven Schwächen in den Griff bekommt.

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