Die Linke wächst rasant: jünger, weiblicher und mit Rekordmitgliedern
Nurten HarloffDie Linke wächst rasant: jünger, weiblicher und mit Rekordmitgliedern
Die Linke verzeichnet seit zwei Jahren einen bemerkenswerten Mitgliederschub. Bis Ende vergangenen Jahres hatte sich die Zahl der Mitglieder von 50.800 auf über 123.000 mehr als verdoppelt. Aktuell zählt die Partei laut ihren neuesten internen Zahlen, die an diesem Mittwoch veröffentlicht werden sollen, 126.379 Mitglieder.
Der Mitgliederschwung setzte 2024 ein und hielt bis ins Jahr 2025 an. Damals lag das Durchschnittsalter der Mitglieder bei 45 Jahren, und Frauen machten 40 Prozent der Gesamtzahl aus. Mittlerweile ist das Durchschnittsalter auf knapp unter 39 Jahre gesunken – und damit niedriger als in den meisten anderen deutschen Parteien. Fast 45 Prozent der Mitglieder sind nun Frauen.
Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner betont die veränderte demografische Struktur der Partei und bezeichnet sie als „größer, jünger und weiblicher als je zuvor“. Sie plant, die neuen Mitglieder stärker in die Gestaltung der Zukunft der Partei einzubinden und wird in den kommenden Monaten Schulungsprogramme ausbauen. Bis 2027 will Die Linke zudem ein neues Grundsatzprogramm verabschieden.
Obwohl das Wachstum weiterhin kräftig ausfällt, hat sich die Rate der Neumitglieder im Vergleich zu den Vorjahren verlangsamt. Die Partei zählt nun 126.379 Mitglieder und verfügt über eine jüngere und geschlechtergerechter aufgestellte Basis. Die Führung will diesen Schwung in den kommenden Jahren durch verstärkte Einbindung und politische Weiterentwicklung nutzen.






