Die Linke wählt neuen Co-Vorsitzenden – Spannungen um Außenpolitik und Gehälter
Nurten HarloffDie Linke wählt neuen Co-Vorsitzenden – Spannungen um Außenpolitik und Gehälter
Die Linke hat am Freitag in Potsdam ihren Bundesparteitag eröffnet. Die dreitägige Veranstaltung endet mit der Wahl eines neuen Co-Vorsitzenden, nachdem Jan van Aken im April aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt angekündigt hatte.
Van Akens Ausscheiden hat die Position für neue Bewerber freigemacht. Der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano hat sich als Kandidat für die Nachfolge aufgestellt. Sein Ziel ist es, mindestens 70 Prozent der Delegiertenstimmen auf sich zu vereinen.
Auf dem Parteitag werden auch interne Themen behandelt. Ein vorgeschlagener Deckel für die Abgeordnetenentschädigungen sorgt für Diskussionen. Sollte der Antrag angenommen werden, würden die monatlichen Bezüge auf 2.950 Euro begrenzt – zuzüglich 350 Euro netto pro Kind oder pflegebedürftigem Angehörigen.
In den inhaltlichen Debatten geht es unter anderem um die Außenpolitik, insbesondere um die Haltung der Partei gegenüber der israelischen Regierung. Die Spannungen zwischen langjährigen Mitgliedern und neueren Kräften haben zugenommen, was auch mit dem demografischen Wandel zusammenhängt. In den letzten Jahren ist der Anteil jüngerer und weiblicher Mitglieder gestiegen.
Der Parteitag endet mit der Wahl des neuen Co-Vorsitzenden. Die Delegierten werden zudem über die Obergrenze für Abgeordnetenbezüge und die außenpolitische Ausrichtung abstimmen. Die Beschlüsse werden die künftige Ausrichtung der Partei in den kommenden Monaten prägen.






