11 June 2026, 06:21

Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für mutigen Kampf gegen Antisemitismus

Zentralrat: Nuhr deckt 'Doppelmoral' der Medien auf

Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für mutigen Kampf gegen Antisemitismus

Der Satiriker Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis für sein Engagement gegen Antisemitismus und Medienvoreingenommenheit ausgezeichnet worden. Die Ehrung wurde vom Zentralrat der Juden in Deutschland verliehen und würdigt seine Arbeit bei der Aufdeckung von Doppelstandards in der Berichterstattung über Israel und das Judentum.

Der Leo-Baeck-Preis ist eine renommierte Auszeichnung, die nach dem Rabbiner Leo Baeck benannt ist. Zu den früheren Preisträgern zählen die ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Christian Wulff sowie Altkanzlerin Angela Merkel. Das diesjährige Preisgeld beträgt 15.000 Euro.

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, kritisierte deutsche Medien für die Verbreitung antisemitischer Narrative. Er lobte Nuhr dafür, dass dieser solche Verzerrungen konsequent aufdecke. Schuster würdigte den Satiriker zudem dafür, Antisemitismus dort zu thematisieren, wo er oft unbeanstandet bleibe.

In seiner Dankesrede sprach Nuhr über den wachsenden Antisemitismus in linksextremen Kreisen und unter kulturellen Eliten. Er argumentierte, dass viele, die von sich behaupten, antifaschistisch zu sein, Antisemitismus nicht wirksam bekämpften. Nuhr beklagte zudem den Rückgang unabhängigen Denkens und warnte, dass blinde Konformität Vorurteile schüre.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der israelisch-muslimische Autor Ahmed Mansour lobte Nuhr dafür, Meinungen zu äußern, die andere nicht zu artikulieren wagten. Mansour hob Nuhrs Mut hervor, unangenehme Wahrheiten anzusprechen.

Die Auszeichnung würdigt Nuhrs Rolle bei der Auseinandersetzung mit Antisemitismus, insbesondere in Bereichen, in denen er oft ignoriert wird. Seine Kritik an Medienvoreingenommenheit und kulturellen Eliten hat breitere Debatten angestoßen. Der Preis unterstreicht die fortwährende Notwendigkeit, Vorurteile in der öffentlichen Diskussion zu bekämpfen.

Quelle