DOSB attackiert Deutsche Bahn wegen "Ambush-Marketing" bei Olympia-Werbung
Vadim BlochOlympia-Team ärgerlich über Deutsche Bahn-Kampagne: 'Nicht der richtige Weg' - DOSB attackiert Deutsche Bahn wegen "Ambush-Marketing" bei Olympia-Werbung
Ein Streit ist zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Deutschen Bahn über eine Werbekampagne im Zusammenhang mit den Winterspielen 2026 entbrannt. DOSB-Präsident Otto Fricke wirft dem Bahnkonzern vor, den olympischen Erfolg für Profite auszunutzen, ohne im Gegenzug deutsche Athletinnen und Athleten zu unterstützen. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht ein BahnCard-Werbeangebot, das an deutsche Goldmedaillen geknüpft ist und das Fricke als ungerecht und schädlich für die Sportförderung kritisiert.
Die Deutsche Bahn hatte ihre Kampagne im Vorfeld der Winterolympiade 2026 in Italien gestartet, darunter ein TV-Werbespot mit deutschen Winterport-Stars. Zu sehen sind darin Olympiasieger wie die Biathletin Kati Wilhelm, die Skirennläufer Viktoria Rebensburg und Markus Wasmeier, der Skispringer Sven Hannawald, der Bobpilot André Lange sowie die Paralympics-Legende Gerd Schönfelder. Parallel zum Werbespot führte das Unternehmen ein zeitlich begrenztes Probeangebot für die BahnCard Gold zum Preis von 19,90 Euro ein, gültig vom 16. Januar bis zum 5. Februar.
Die Karte versprach kostenlose Fernreisen am Tag nach jedem deutschen Goldmedaillengewinn. Fricke verurteilte diesen Schritt jedoch als "Ambush-Marketing" und warf der Deutschen Bahn vor, sich am olympischen Ruhm zu bereichern, ohne etwas zum Sport beizutragen. Er betonte, dass deutsche Athletinnen und Athleten dringend finanzielle Unterstützung benötigten, um auf höchstem Niveau konkurrieren zu können.
Zudem kritisierte Fricke, dass die Deutsche Bahn nicht auf eine offizielle Beschwerde des DOSB reagiert habe. Der Bahnkonzern ignoriere Forderungen, einen Teil der Kampagnenerlöse in den Breitensport zu reinvestieren. Trotz der Kritik hat die Deutsche Bahn ihre Werbestrategie nicht geändert und die Bedenken des DOSB nicht aufgegriffen.
Der DOSB setzt sich weiterhin für eine fairere Behandlung durch die Deutsche Bahn ein. Fricke forderte das Unternehmen auf, seine Haltung zu überdenken und den deutschen Sport finanziell zu unterstützen. Das ermäßigte Bahnangebot bleibt vorerst verfügbar, doch der Konflikt zeigt die größeren Spannungen um die kommerzielle Nutzung olympischer Marken auf.
Deutsche Bahn's Advertising Spending Faces Broader Criticism
Recent analysis reveals a pattern of public backlash against Deutsche Bahn's advertising priorities. The company faced criticism in 2025 for spending millions on the 'Boah, Bahn!' campaign while safety concerns persisted. In February 2026, SPD politician Sebastian Fiedler claimed the advertising budget could have funded 100 additional security personnel. EVG union leader Martin Burkert questioned whether funds should instead cover worker safety measures like Bodycams. The 'Boah, Bahn!' campaign alone generated over 100 million social media contacts, highlighting Bahn's strategy to leverage public moments for brand value.






