24 March 2026, 10:33

F126-Programm der Marine: Rheinmetall drängt auf Neustart – Aktien von ThyssenKrupp brechen ein

Ein Weltkriegspropagandaplakat aus den 1940er Jahren, das einen Soldaten in einem Helm und einer Militäruniform zeigt, der eine Waffe hält, mit dem Text "Investiere in die Invasion, kaufe Kriegsanleihen" darüber.

F126-Programm der Marine: Rheinmetall drängt auf Neustart – Aktien von ThyssenKrupp brechen ein

Die Zukunft des deutschen Fregattenprogramms F126 bleibt ungewiss – und sorgt für Kursausschläge bei den wichtigsten Rüstungsunternehmen. Der Konzern Rheinmetall drängt nun auf einen schnellen Neustart des verzögerten Projekts, das bereits in diesem Sommer an einen Auftragnehmer vergeben werden könnte. Unterdessen verloren die Aktien von ThyssenKrupp Marine Systems und RENK aufgrund der anhaltenden Verzögerungen an Wert.

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Das rund 10 Milliarden Euro schwere F126-Programm sieht den Bau von sechs neuen Fregatten für die Deutsche Marine vor. Das Verteidigungsministerium prüft derzeit, ob Rheinmetall als möglicher Hauptauftragnehmer infrage kommt, doch eine endgültige Entscheidung wird nicht vor Ende April erwartet. Falls das Unternehmen den Zuschlag erhält, würde es ein Projekt übernehmen, das bereits jetzt das Vertrauen der Märkte belastet.

Angesichts der Unsicherheit brachen die Aktien von ThyssenKrupp Marine Systems um fast sieben Prozent ein, während RENK am Montagmorgen ein Minus von drei Prozent verzeichnete. Dennoch vermeldete RENK für das Jahr 2025 starke Zahlen: Mit einem Rekordumsatz von 1,37 Milliarden Euro und einem mehr als verdoppelten Nettogewinn von 101 Millionen Euro lag der Auftragsbestand bei 6,68 Milliarden Euro.

Rheinmetall hingegen verzeichnete ein bemerkenswertes Wachstum – die Marktkapitalisierung des Konzerns stieg bis 2026 auf etwa 72 Milliarden Euro. Der Fokus auf Rüstung, begünstigt durch steigende Militärbudgets in Europa, trieb den Erfolg voran. Allein Deutschland plant, die Beschaffungsausgaben von 48 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf 152 Milliarden Euro bis 2029 zu erhöhen. Strategische Weichenstellungen wie der Verkauf der Automotive-Sparte und die Übernahme von Naval Vessels Lürssen festigten die Position des Unternehmens zusätzlich.

Die Entscheidung über das F126-Programm wird die Zukunft der maritimen Verteidigung Deutschlands und die finanzielle Lage der beteiligten Unternehmen prägen. Eine Auftragsvergabe noch in diesem Sommer könnte die Aktienkurse stabilisieren und Rheinmetalls Rolle in Europas wachsendem Rüstungssektor weiter stärken. Gleichzeitig wird sich zeigen, wie schnell die Deutsche Marine ihre neuen Fregatten erhält.

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