Festnahme in Neustrelitz: Serbe flüchtete vor Haftstrafe wegen Sozialbetrugs
Romuald SchweitzerFestnahme in Neustrelitz: Serbe flüchtete vor Haftstrafe wegen Sozialbetrugs
41-Jähriger Serbe in Neustrelitz festgenommen – nach Flucht vor Haftstrafe
Ein 41-jähriger Mann aus Serbien ist am 20. März 2026 am Hauptbahnhof Neustrelitz festgenommen worden, nachdem er sich einer Haftstrafe entzogen hatte. Die Polizei nahm ihn aufgrund eines bestehenden Haftbefehls fest, weil er eine gerichtlich verhängte Geldstrafe nicht beglichen hatte. Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer Routinekontrolle, bei der seine ausstehende Verurteilung auffiel.
Ursprünglich war der Mann 2025 vom Amtsgericht Sömmerda wegen Betrugs beim Bezug staatlicher Leistungen verurteilt worden. Das Urteil sah eine Geldstrafe in Höhe von 2.250 Euro vor – alternativ 37 Tage Haft. Da er die Strafe nicht zahlte, erließen die Behörden einen Haftbefehl zur Vollstreckung der verbliebenen 276 Tage.
Beamte nahmen ihn am Neustrelitzer Bahnhof fest, nachdem sie den Haftbefehl bestätigt hatten. Bei einer Durchsuchung fanden sie 0,2 Gramm Kokain in seinem Besitz, was zu einer zusätzlichen Anklage nach dem deutschen Betäubungsmittelgesetz führte.
Neben seinen aktuellen juristischen Problemen gilt für den Mann bis 2028 ein Einreiseverbot in die Schweiz. Die Schweizer Behörden verhängten die Maßnahme wegen ähnlicher Straftaten, die er dort begangen hatte.
Der Beschuldigte bleibt in Untersuchungshaft, da er die ursprüngliche Geldstrafe nicht begleichen konnte. Die deutsche Staatsanwaltschaft wird nun sowohl die nicht verbüßte Strafe als auch den neu entdeckten Drogendeliktsvorwurf verfolgen. Sein Fall wird in den kommenden Wochen durch die deutsche Justiz weiterverhandelt.






