29 June 2026, 14:26

Gipsabbau bei Würzburg: Warum das Projekt von Knauf für Zündstoff sorgt

Hürde auf dem Weg zu neuem Gipsbergwerk genommen

Gipsabbau bei Würzburg: Warum das Projekt von Knauf für Zündstoff sorgt

Ein Vorhaben des Baukonzerns Knauf, in der Nähe von Würzburg Gips abzubauen, hat eine kontroverse Debatte ausgelöst. Das Projekt, das über 50 Jahre jährlich eine Million Tonnen Gips fördern soll, stößt trotz eines offiziellen Gutachtens, das die Risiken unter strengen Auflagen als beherrschbar einstuft, auf Widerstand.

Die Regierung von Unterfranken kam zu dem Schluss, dass der Gipsabbau keine unkontrollierbaren Risiken berge – vorausgesetzt, Knauf hält sich an die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen. Die Bewertung wies zwar auf ein Restrisiko hin, das jedoch als „beherrschbar“ eingestuft wurde. Demnach müssten die Arbeiten eingestellt werden, falls der Grundwasserspiegel sinkt. Da das Gebiet für die Trinkwasserversorgung Würzburgs von zentraler Bedeutung ist, zeigen sich Kritiker besorgt.

Knauf begrüßte die Einschätzung und bezeichnete sie als eine weitere fachliche Bestätigung für das Projekt. Die Grünen hingegen widersprachen den Ergebnissen und warfen vor, die Gefährdung des Trinkwassers werde unterschätzt.

Die öffentliche Beteiligung war beträchtlich: Eine Online-Petition gegen das Vorhaben sammelte über 5.600 Unterschriften. Während des Planfeststellungsverfahrens wurden 79 Behörden angehört und rund 4.300 Einwendungen aus der Bevölkerung geprüft.

Die endgültige Entscheidung über die Genehmigung liegt nun beim Bergamt Nordbayern. Ein Beschluss wird bis Jahresende erwartet. Über das Schicksal des Projekts entscheidet, ob Knauf die strengen Auflagen für den Abbau in der Region erfüllen kann.

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