06 May 2026, 08:43

"Heimat"-Restaurant in Mainz wird zum Ziel von Hass und Vandalismus

Ein Berliner Restaurant mit hölzernen Tischen und Stühlen vor einem großen Fenster, das eine Straßenszene mit Fußgängern, Gebäuden und städtischen Elementen zeigt.

"Heimat"-Restaurant in Mainz wird zum Ziel von Hass und Vandalismus

Ein Restaurant in Mainz mit dem Namen Heimat ist zum Zentrum einer hitzigen Debatte geworden. Besitzer Veli Ivecen, ein Deutscher mit kurdisch-türkischen Wurzeln, sieht sich seit der Eröffnung des Lokals unerbittlicher Feindseligkeit ausgesetzt. Was als Feier einer fusionierten Küche begann, hat sich zu einer Welle von verbalen Angriffen und Vandalismus entwickelt.

Die Probleme begannen mit dem Namen des Restaurants. Heimat – ein deutsches Wort für „Heimat“ oder „Zuhause“ – löste bei Kritikern Empörung aus, die Ivecen kulturelle Aneignung vorwarfen. Andere stempelten ihn als Nationalisten, ja sogar als Nazi ab; einige zeigten vor dem Lokal sogar den Hitlergruß. Die Fassade wurde mit dem Spruch „Das hier ist mein Zuhause, nicht deins“ besprüht, sodass Ivecen die Schrift entfernen musste.

Doch die Angriffe hörten nicht auf. Ivecen und sein Team erhielten hasserfüllte Nachrichten über private Instagram-Accounts, per E-Mail und sogar persönlich. Manche Kritiker stellten infrage, ob türkische und kurdische Einflüsse in der deutschen Küche etwas zu suchen hätten, während andere ihn von der gegenteiligen Seite attackierten und ihm vorwarfen, seine eigenen Wurzeln zu verraten. Zeitweise wurde der Druck so groß, dass Ivecen kurzzeitig darüber nachdachte, das Restaurant umzubenennen.

Trotz des Gegenwinds weigert er sich nun, zurückzuweichen. Ivecen zeigt sich zwar offen für sachliche Kritik an seinem Essen, doch die persönlichen Angriffe seien zu weit gegangen. Seine Speisekarte, die deutsche, türkische und kurdische Aromen verbindet, bleibt unverändert.

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Die Kontroverse hat Ivecen nur noch entschlossener gemacht, am Namen Heimat festzuhalten. Während das Restaurant weiterhin seine Fusion-Gerichte serviert, müssen der Besitzer und sein Team nun den Alltag unter anhaltender Feindseligkeit meistern. Vorerst zeigt die Debatte keine Anzeichen einer Beruhigung.

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