16 April 2026, 06:29

Hessens Apothekerkammer öffnet sich für Rentner und Nicht-Berufstätige – mit Folgen für Gebühren

Plakat mit der Überschrift "Reduzierung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit Text und Logo, das wahrscheinlich Informationen zur Reduzierung der Arzneimittelkosten unter der Regierung verbreitet.

Hessens Apothekerkammer öffnet sich für Rentner und Nicht-Berufstätige – mit Folgen für Gebühren

Die Landesapothekerkammer Hessen (LAK) hat ihre Mitgliedschaftsregeln erweitert, um auch Berufsangehörige ohne aktive Tätigkeit in der Apotheke aufzunehmen. Dies folgt auf eine Änderung des Landesheilberufegesetzes, das nun Apotheker mit Hauptwohnsitz in Hessen erfasst – selbst wenn sie nicht mehr im Beruf arbeiten. Die Neuregelung wird den Verwaltungsaufwand der Kammer erhöhen und ihre Gebührenstruktur verändern.

Die neuen Bestimmungen verpflichten die LAK, Rentner und nicht mehr berufstätige Apotheker in ihrem Zuständigkeitsbereich zu identifizieren. Zudem muss sie ihr Gebührenmodell an die erweiterten Mitgliedergruppen anpassen. Um die finanzielle Belastung abzufedern, hat die Kammer ihre Beiträge für das laufende Jahr halbiert und strebt so eine Reduzierung ihrer Rücklagen an.

Auch in anderen Bundesländern gab es Anpassungen bei den Kammerbeiträgen. In Berlin zahlen angestellte Apotheker nun jährlich 294 Euro – eine Erhöhung um 100 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Sachsen hat die Beiträge für angestellte Mitglieder auf 228 Euro angehoben, nach zuvor 152 Euro. Niedersachsen hingegen belässt seine Gebühren unverändert, strich jedoch die Pharmazeutische Zeitung (PZ) aus dem Mitgliedschaftspaket.

Für freiwillige Mitglieder in Hessen wurde der niedrigste Quartalsbeitrag auf 40 Euro festgesetzt. Die Kammer bereitet sich auf einen höheren Arbeitsaufwand vor, da sie die erweiterte Mitgliederbasis verwaltet.

Die Änderungen in Hessen führen dazu, dass mehr Apotheker – auch solche ohne aktuelle Berufsausübung – in das Beitragssystem der LAK einbezogen werden. Während die Gebühren in Berlin und Sachsen steigen, bleiben sie in Niedersachsen stabil. Die Entscheidung der Kammer, die Beiträge in diesem Jahr zu halbieren, soll den finanziellen Übergang erleichtern und die Anpassung an die neuen Anforderungen unterstützen.

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