28 March 2026, 10:36

Historisches Treffen verbindet Migrant:innen aus Osteuropa in Deutschland

Detailierte Plakatkarte von Bromberg, Deutschland, zeigt Straßen, Sehenswürdigkeiten, Gebäude, Bäume, eine Brücke und informativen Text über die Geschichte, Kultur und Attraktionen der Stadt.

Historisches Treffen verbindet Migrant:innen aus Osteuropa in Deutschland

Erstmaliges Treffen von Migrant:innen aus ehemaligen Ostblockstaaten in Deutschland

Vom 6. bis 8. August veranstaltete die BUNT-Stiftung ein bisher einzigartiges Treffen in Deutschland: Zum ersten Mal kamen Migrant:innen aus ehemaligen Ostblockländern zusammen, um den Start des neuen Projekts p(ost) berlin zu feiern. Die Initiative zielt darauf ab, die Vernetzung von Post-Ost-Communities im ganzen Land zu stärken.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen persönliche Begegnungen zwischen Teilnehmenden mit Wurzeln in Osteuropa. Viele von ihnen hatten sich trotz gemeinsamer kultureller Hintergründe bisher noch nie persönlich kennengelernt. Unter den Gästen waren Vertreter:innen von Gruppen wie dem Frauenpower – Ukrainische Frauen Integrationsverein in Sachsen-Anhalt, der ukrainische Frauen beim Ankommen in der deutschen Gesellschaft unterstützt. Die Organisation Nash Berlin arbeitet zudem mit dem Mriya-Verein zusammen, um ukrainische Künstler:innen und Kulturschaffende zu fördern.

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Auch die Deutsch-Kasachische Gesellschaft, die seit 1997 aktiv ist, beteiligte sich an der Veranstaltung und unterstrich damit ihre langjährige Rolle bei der Stärkung der Beziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland. Der Kinder- und Jugendverband JunOst widmet sich speziell jungen Menschen mit russischsprachigem Hintergrund. Wladimir Weinberg, Geschäftsführer des Bundesverbands russischsprachiger Eltern, hielt einen Vortrag über den Aufbau widerstandsfähiger Migrant:innengemeinschaften.

Die organisierende BUNT-Stiftung bietet Sprach- und Kulturkurse für Migrant:innen, Unternehmen und deren Mitarbeiter:innen an. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Frauen, Kindern und Familien. Die Konferenz war Teil des Bundesprogramms "Demokratie leben!", das sich allgemein für Integration und bürgerschaftliches Engagement einsetzt.

In Deutschland gibt es rund 750.000 eingetragene Vereine, von denen viele Migrant:innen bei rechtlichen, finanziellen und sozialen Herausforderungen unterstützen. Diese Organisationen spielen eine zentrale Rolle, um Übergänge zu erleichtern und Risiken für Neuankömmlinge zu verringern.

Mit dem offiziellen Start von p(ost) berlin entsteht nun eine Plattform, die osteuropäische Migrant:innen vernetzt. Künftige Treffen und Projekte werden voraussichtlich auf dieser ersten Begegnung aufbauen. Derzeit liegt der Schwerpunkt darauf, durch gemeinsamen Austausch und Ressourcen die Integration zu fördern und den Dialog zu vertiefen.

Quelle