01 May 2026, 06:33

Klimaforscher Edenhofer warnt vor fatalen Folgen von Treibstoffsubventionen

Graphik zeigt die Entwicklung der Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten im Zeitverlauf, wobei eine blaue Linie den Rückgang und eine grüne Linie den Anstieg der Preise anzeigt.

Klimaforscher Edenhofer warnt vor fatalen Folgen von Treibstoffsubventionen

Ein führender Klimaökonom hat Forderungen nach Treibstoffsubventionen als Reaktion auf die explodierenden Energiepreise scharf kritisiert. Ottmar Edenhofer, Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), warnt, solche Maßnahmen würden nach hinten losgehen. Stattdessen plädiert er für gezielte finanzielle Hilfen und eine drastische Verringerung des Öl- und Gasverbrauchs.

Edenhofer verweist auf frühere Krisen, um Lehren für die heutige Energiekrise zu ziehen. In den 1970er-Jahren hätten Regierungen den Fokus auf die Senkung des Verbrauchs gelegt, statt die Preise zu subventionieren. Er ist überzeugt, dass die heutigen Verantwortlichen diesen Ansatz verfolgen sollten – doch ihnen fehle der Mut, den Bürgern die Notwendigkeit eines Wandels zu erklären.

Subventionen für Kraftstoffe würden die Nachfrage ankurbeln, die Preise weiter in die Höhe treiben und ausländische Exporteure bereichern. Laut Edenhofer sei eine Reduzierung des Öl- und Gasverbrauchs nicht nur Klimapolitik, sondern stärke auch die europäische Energiesicherheit. Durch eine Drosselung der Nachfrage könnte der Kontinent langfristig sogar Einfluss auf die globalen Preise nehmen.

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Mittelfristig müsse Europa seine Abhängigkeit von importiertem Öl und Gas drastisch verringern. Edenhofer argumentiert, dass direkte Einkommenshilfen für einkommensschwache Haushalte der gerechtere Weg seien, um die Kostenlast abzufedern. So ließen sich die am stärksten Betroffenen schützen, ohne den Markt zu verzerren oder Klimaziele zu untergraben.

Die Warnungen des Ökonomen zeigen die Risiken kurzfristiger Lösungen wie Treibstoffsubventionen auf. Ohne eine Senkung des Verbrauchs bleibe Europa anfällig für schwankende Preise und geopolitische Druckmittel. Seine Vorschläge setzen stattdessen auf gezielte Unterstützung und langfristige Energieunabhängigkeit.

Quelle