15 April 2026, 06:43

Kunst als Protest: Wie Postkarten iranischen Frauen und Journalist:innen helfen

Eine Gruppe iranischer Frauen in schwarzer Kleidung, einige mit Brille, halten Bilder von Präsident Mahmoud Ahmadinejad während einer Demonstration in Teheran hoch.

Kunst als Protest: Wie Postkarten iranischen Frauen und Journalist:innen helfen

Eine Gruppe von 22 Fotograf:innen unter der Leitung des in Berlin ansässigen Künstlers Lenny Rothenberg hat die Aktion "Postkarten für den Iran" ins Leben gerufen – eine Kampagne, die Gelder und Aufmerksamkeit für die Menschen im Iran sammeln soll. Das Projekt verkauft limitierte Postkarten-Editionen, deren gesamter Erlös iranischen Frauen und unabhängigen Journalist:innen vor Ort zugutekommt.

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Rothenberg entwickelte die Idee zunächst als Möglichkeit, die Kämpfe der Iraner:innen sichtbarer zu machen und ihre Geschichten durch Fotografie zu erzählen. Gemeinsam mit 21 weiteren Künstler:innen, darunter die Fotografin Chiara Baluch, setzte er das Vorhaben um. Baluch bezeichnete die Initiative als kleinen, aber bedeutsamen Schritt, der größere Veränderungen anstoßen könne.

Im Rahmen der Kampagne werden 44 Postkarten mit Werken der Fotograf:innen für 22 Euro pro Set angeboten. Bereits in den ersten Tagen nach dem Start wurden über 100 Sets verkauft – ein Zeichen für die starke frühe Unterstützung. Rothenberg steht kurz davor, die Empfängerorganisation für die Gelder festzulegen. Dabei arbeitet er eng mit der iranischen Sektion von Amnesty International zusammen, um sicherzustellen, dass das Geld denen zugutekommt, die es am dringendsten benötigen.

Über die Spendenaktion hinaus hofft Rothenberg, dass das Projekt die Solidarität zwischen Künstler:innen und Gemeinschaften stärkt. Baluch teilte diese Haltung und betonte, wie stolz sie sei, mit ihrer Arbeit zu einer Sache beizutragen, die Menschen durch Kreativität und gemeinsames Engagement verbindet.

Die Initiative "Postkarten für den Iran" verzeichnet bereits ersten Erfolg: Innerhalb weniger Tage wurden mehr als 100 Sets verkauft. Die eingenommenen Mittel kommen direkt iranischen Frauen und lokalen Journalist:innen zugute, während das Projekt selbst nachhaltige Verbindungen zwischen Künstler:innen und Aktivist:innen knüpfen will. Rothenberg stimmt sich weiterhin mit Amnesty International ab, um die bestmögliche Verwendung der Spenden zu gewährleisten.

Quelle