Lufthansa erhöht Ticketpreise wegen steigender Kerosinkosten und Kriegsrisiken
Romuald SchweitzerLufthansa erhöht Ticketpreise wegen steigender Kerosinkosten und Kriegsrisiken
Die Lufthansa Group hat ihren "Internationalen Zuschlag" erhöht, um die steigenden Kerosinkosten auszugleichen. Dieser Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der sich verändernde Reisetrends die Nachfrage nach bestimmten Strecken erhöhen und damit die Ticketpreise beeinflussen. Zudem belasten zusätzliche Ausgaben durch Flugannullierungen und Störungen in Kriegsgebieten die Airline.
Um die Treibstoffkosten zu steuern, sichert sich die Gruppe die Kerosinpreise bereits lange im Voraus. Diese als Hedging bekannte Strategie hilft, plötzliche Preissprünge zu vermeiden. Aktuell sind bereits etwa 80 % des Kerosinbedarfs für 2026 und 40 % für 2027 abgesichert.
Das Unternehmen strebt an, 85 % der Treibstoffkosten sechs Monate vor dem Verbrauch abzusichern – mit einer Planungsspanne von 24 Monaten. Damit ist die Lufthansa Group besser gegen Preisschwankungen gewappnet als viele Konkurrenten. Dennoch hängen die Ticketpreise weiterhin von Angebot, Nachfrage und den allgemeinen Kostenentwicklungen ab.
Neben den Treibstoffkosten belasten Flugausfälle und Umleitungen wegen Konfliktgebieten die Finanzlage der Gruppe zusätzlich. Diese Herausforderungen zwingen zu Anpassungen in der Preispolitik.
Die Lufthansa Group passt weiterhin ihre Tarife an die Entwicklung der Kerosinpreise und betriebliche Hindernisse an. Die Hedging-Strategie bietet zwar eine gewisse Stabilität, doch externe Faktoren wie kriegsbedingte Störungen wirken sich weiterhin auf die Kosten aus. Passagiere müssen sich daher auf weitere Preisanpassungen einstellen, sobald sich Nachfrage und Ausgaben ändern.






