Lufthansa korrigiert Finanzziele nach durchwachsenem Quartalsstart 2026
Romuald SchweitzerLufthansa korrigiert Finanzziele nach durchwachsenem Quartalsstart 2026
Lufthansa passt Finanzprognose nach gemischten Quartalszahlen an
Die Lufthansa hat ihre finanzielle Einschätzung revidiert, nachdem sie für das erste Quartal durchwachte Ergebnisse vorgelegt hatte. Die Airline strich 20.000 Sommerflüge wegen Treibstoffknappheit, übertraf aber dennoch die Verlustprognosen. Die Aktie stieg nach der Bekanntgabe deutlich an.
Das Unternehmen verzeichnete im ersten Quartal einen bereinigten Betriebsverlust von 612 Millionen Euro – weniger als die erwarteten 659 Millionen. Der Umsatz kletterte um 8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, blieb damit aber hinter den Analystenerwartungen von 9,3 Milliarden zurück. Trotz dieser Herausforderungen hielt die Lufthansa an ihrer Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 fest.
Versorgungsengpässe bei Treibstoff und der Konflikt im Iran haben in diesem Jahr bereits zu zusätzlichen Kosten von 1,7 Milliarden Euro geführt. Um die Belastung zu bewältigen, reduzierte die Airline ihr Sommerflugplan um 20.000 Verbindungen. Anleger reagierten positiv: Die Aktie legte im Frankfurter Handel bis zum Vormittag um 6 bis 8 Prozent zu.
Für die Zukunft erwartet die Lufthansa einen bereinigten Betriebsgewinn, der den Wert von 1,96 Milliarden Euro aus dem Jahr 2025 übertreffen soll. Zudem setzte sich das Unternehmen ein langfristiges Ziel von einer Gewinnmarge zwischen 8 und 10 Prozent für den Zeitraum 2028 bis 2030. Allerdings hängt diese Prognose davon ab, dass es zu keinen weiteren Treibstoffengpässen oder Arbeitsniederlegungen kommt.
Nach dem besseren als erwarteten Ergebnis im ersten Quartal stieg die Lufthansa-Aktie um über 8 Prozent. Die Airline bleibt dennoch vorsichtig – ihre finanziellen Ziele sind eng an stabile Treibstofflieferungen und einen reibungslosen Betrieb geknüpft. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die Sparmaßnahmen und langfristigen Vorgaben Bestand haben.






