10 May 2026, 14:29

Maria Happel und Paula Nocker: Zwei Theaterlegenden zwischen Burgtheater und Festwochen

Plakat für das Theatre Sarah Bernhardt von 1909-1910, das eine Gruppe von Frauen in der Mitte zeigt, mit Text, der das Theater und die Schauspieler beschreibt.

Maria Happel und Paula Nocker: Zwei Theaterlegenden zwischen Burgtheater und Festwochen

Zwei prägende Theaterpersönlichkeiten, Maria Happel und ihre Tochter Paula Nocker, sind derzeit in Wien in große Produktionen vertieft. Während Happel die österreichische Erstaufführung von Der heilige Falstaff am Burgtheater vorbereitet, probt Nocker Mythen des Alltags, ein Gemeinschaftsprojekt des Volkstheaters und der Wiener Festwochen. Beide Frauen bringen unterschiedliche Perspektiven in ihr künstlerisches Schaffen und ihr Familienleben ein.

Maria Happel, die die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, lebt seit über der Hälfte ihres Lebens in Wien und fühlt sich als Wienerin. Aktuell befindet sie sich in den letzten Proben zu Der heilige Falstaff, einer Neuinterpretation inspiriert von Shakespeares Heinrich IV. Die Inszenierung feiert am Burgtheater ihre österreichische Premiere – ein Haus, in dem Happel zuvor eine Auszeit von ihrer Tätigkeit als Regisseurin genommen hatte, um sich auf Karriere und Familie zu konzentrieren.

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Happel und ihre Töchter, darunter Paula Nocker, wohnen in getrennten, aber benachbarten Wohnungen auf derselben Etage. Diese räumliche Nähe spiegelt die Betonung von Liebe und offener Kommunikation wider, Werte, die die Familie bewusst an die nächste Generation weitergibt. Happel positioniert sich gegen eine Form des Feminismus, die sie als irreführend empfindet – eine, die Frauen dazu drängt, veraltete männliche Rollenbilder zu übernehmen, statt Erwartungen neu zu definieren.

Unterdessen probt Nocker, die sowohl die österreichische als auch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, für Mythen des Alltags. Die Produktion entsteht in Koproduktion zwischen dem Volkstheater und den Wiener Festwochen. Sie schätzt an ihren Eltern vor allem deren Ehrlichkeit, selbst in schwierigen Gesprächen. Dieser Umgang prägte ihre eigene Haltung zu Transparenz und Vertrauen in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Beide Frauen meistern weiterhin anspruchsvolle Karrieren, ohne dabei den starken Familienzusammenhalt zu vernachlässigen. Während Happels Der heilige Falstaff bald am Burgtheater Premiere feiert, schreitet Nockers Mythen des Alltags im Rahmen der Wiener Festwochen voran. Ihr künstlerisches Wirken wie auch ihre persönlichen Werte zeugen von einem gemeinsamen Bekenntnis zu Authentizität – auf der Bühne wie im Privatleben.

Quelle