Metall- und Elektroindustrie verliert 15.600 Jobs – stärkster Rückgang seit 2020
Vadim BlochMetall- und Elektroindustrie verliert 15.600 Jobs – stärkster Rückgang seit 2020
Die deutsche Metall- und Elektroindustrie durchlebte im April einen weiteren schwierigen Monat. Arbeitsplatzverluste, sinkende Produktion und rückläufige Aufträge prägten einen deutlichen Abschwung des Sektors.
Die Beschäftigung in der Branche ging im April um 15.600 Stellen zurück – der stärkste monatliche Rückgang seit Juli 2020. Seit 2019 sind in der Metall- und Elektroindustrie über 300.000 Arbeitsplätze abgebaut worden.
Die Produktion sank im Vergleich zu den drei Vormonaten um 2,0 Prozent. Im Jahresvergleich betrug der Rückgang 2,7 Prozent. Die Kapazitätsauslastung liegt derzeit bei 79 Prozent und damit deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 85 Prozent.
Auch die Auftragseingänge im Metall- und Elektromaschinenbau gingen im Vergleich zum März um 5,4 Prozent zurück. Die gesamten Industrieaufträge in Deutschland verringerten sich im April gegenüber dem Vormonat um 3,8 Prozent. Im Dreimonatszeitraum bis April 2026 sanken sie um 3,1 Prozent.
Die Probleme der Branche spiegeln sich auch in den gesamtwirtschaftlichen Daten wider. Im Mai 2025 stiegen die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Mai-Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 um 57 Prozent. Dieser Trend deutet auf anhaltenden Druck für Hersteller und Zulieferer hin.






