Niedersachsens Wirtschaft schrumpft: 1,8 Prozent weniger Umsatz im Jahr 2024
Nurten HarloffNiedersachsens Wirtschaft schrumpft: 1,8 Prozent weniger Umsatz im Jahr 2024
Umsatzrückgang in Niedersachsen: 1,8 Prozent weniger auf 746 Milliarden Euro
Der Geschäftsumsatz in Niedersachsen ist 2024 um 1,8 Prozent gesunken und lag bei rund 746 Milliarden Euro. Treiber des Rückgangs waren vor allem deutliche Einbußen in der Energiebranche und im verarbeitenden Gewerbe – trotz eines Wachstums in dienstleistungsorientierten Sektoren. Gleichzeitig stieg die Zahl der registrierten Unternehmen in der Region leicht um 0,6 Prozent auf 276.260.
Besonders hart traf es den Energiesektor: Hier brachen die Erlöse um 17 Prozent ein. Behörden erklärten, dies markiere eine Rückkehr auf das Niveau vor der Krise nach Jahren der Schwankungen. Auch die Industrie kämpfte mit Problemen und verzeichnete einen Umsatzrückgang von 5,5 Prozent – ein Abwärtstrend, der bereits 2022 begonnen hatte. Innerhalb des Sektors waren der Maschinenbau, die Metallherstellung und -verarbeitung besonders stark betroffen.
Nicht alle Bereiche entwickelten sich negativ: Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie wissenschaftliche, technische und unternehmensnahe Dienstleistungen konnten deutliche Umsatzzuwächse verbuchen. Doch diese Gewinne reichten nicht aus, um die starken Einbrüche in Produktion und Handel auszugleichen.
Die Zahlen spiegeln einen strukturellen Wandel in Niedersachsens Wirtschaft wider: Dienstleistungsbranchen wachsen, während traditionelle Industriezweige weiter schrumpfen. Der Gesamtumsatzrückgang zeigt die anhaltenden Herausforderungen in Energie und Industrie. Zwar haben sich Dienstleistungssektoren ausgeweitet, die Verluste in anderen Bereichen aber nicht vollständig kompensiert. Mit 276.260 Unternehmen in der Region verändert sich die wirtschaftliche Landschaft allmählich.






