Sabotagewelle gegen Deutschlands Bahnnetz erreicht neuen Höhepunkt im Jahr 2025
Ivanka BlümelSabotagewelle gegen Deutschlands Bahnnetz erreicht neuen Höhepunkt im Jahr 2025
Deutschlands Bahnnetz sieht sich seit Jahren einer wachsenden Welle mutmaßlicher Sabotageakte ausgesetzt. Angriffe auf kritische Infrastruktur haben den Betrieb gestört und Sicherheitsbedenken geschürt. Die Behörden verzeichnen seit 2022 einen deutlichen Anstieg vorsätzlicher Beschädigungen an Schienenanlagen.
Im Januar 2025 brach in einem Kabelkanal im Berliner Bezirk Wuhlheide ein Feuer aus, wodurch der Regionalverkehr zum Erliegen kam. Später bekannte sich eine linksextremistische Gruppe zu der Tat. Nur wenig später sollte ein Konvoi der US-Streitkräfte dieselbe Strecke passieren.
Im selben Monat entgleiste ein Güterzug zwischen Essen und Oberhausen, nachdem Unbekannte eine Metallklemme auf den Schienen platziert hatten. Dadurch sprang die führende Achse aus den Gleisen, was zu einer Sperrung der Strecke führte.
Ende Juli 2025 führten zwei Kabelbrände auf der Strecke Duisburg–Düsseldorf zu Sperrungen und Betriebsausfällen. Ermittler gehen von vorsätzlichen Handlungen aus. Im August durchtrennten unbekannte Täter Kabel, die Weichen und Signale in der Nähe des Bahnhofs Coburg steuern. Im September wurden dann entlang einer Strecke bei Leverkusen mehrere Kabel durchgeschnitten, wodurch ein Stellwerk lahmgelegt wurde.
Das Bundeskriminalamt meldete einen Anstieg geheimdienstlich relevanter Sabotagefälle. 2025 wurden 93 Straftaten als gezielte Sabotage erfasst – nach 78 im Jahr 2023 und 58 im Jahr 2024. Zudem fielen 12 Delikte unter die neue Kategorie „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“, eine Einstufung, die es in den beiden Vorjahren noch nicht gegeben hatte.
Die wiederholten Angriffe haben den Bahnverkehr in ganz Deutschland beeinträchtigt. Die Behörden ermitteln weiterhin im Rahmen eines übergeordneten Musters vorsätzlicher Störungen. Die steigenden Zahlen unterstreichen die zunehmenden Risiken für die Verkehrsinfrastruktur.






