20 June 2026, 12:22

Sachsen-Anhalt verzeichnet Rekordzuwachs bei ausländischen Arbeitskräften in zehn Jahren

Eine wachsende Zahl von Unternehmen in Sachsen-Anhalt setzt auf internationale Arbeitskräfte - fast 9 % aller Mitarbeiter kommen nicht aus Deutschland

Sachsen-Anhalt verzeichnet Rekordzuwachs bei ausländischen Arbeitskräften in zehn Jahren

Zahl ausländischer Beschäftigter in Sachsen-Anhalt stark gestiegen

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In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitnehmer:innen in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Allein zwischen Juni 2024 und Juni 2025 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten ausländischen Arbeitkräfte um 5.560. Dieser Trend spiegelt einen grundlegenden Wandel in den Einstellungspraktiken lokaler Unternehmen wider.

Innerhalb des letzten Jahrzehnts hat sich die Zahl der ausländischen Beschäftigten im Land vervierfacht. Mittlerweile stammen fast neun Prozent der Erwerbstätigen aus dem Ausland. Die Anzahl der Unternehmen, die internationale Arbeitskräfte einstellen, hat sich seit 2015 mehr als verdoppelt.

Aktuell beschäftigt jedes vierte Unternehmen in der Region ausländisches Personal. Größere Betriebe greifen dabei häufiger auf internationale Fachkräfte zurück als kleinere. Dennoch haben bisher fast drei Viertel der Unternehmen noch keine Mitarbeiter:innen aus dem Ausland eingestellt.

Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont die Bedeutung von Zuwanderung. Ausländische Arbeitskräfte trugen seiner Aussage nach maßgeblich dazu bei, den Fachkräftemangel in der Region zu mildern – ein Problem, das durch den demografischen Wandel verschärft wird. Sachsen-Anhalt verzeichnet zwischen 2020 und 2025 das stärkste Wachstum bei ausländischen Beschäftigten unter allen ostdeutschen Bundesländern.

Immer mehr Unternehmen setzen auf internationale Rekrutierung als langfristige Strategie. Der Anstieg ausländischer Beschäftigter stärkt die regionale Wirtschaft, indem er kritische Arbeitsmarktlücken schließt. Sachsen-Anhalts Entwicklung in diesem Bereich übertrifft dabei die anderer ostdeutscher Länder.

Quelle