SAP-Aktie stürzt nach Sicherheitslücken und Analysten-Herabstufungen ab
Ivanka BlümelSAP-Aktie stürzt nach Sicherheitslücken und Analysten-Herabstufungen ab
SAP steht erneut unter Druck, nachdem zwei schwere Sicherheitslücken in seinen Unternehmenssystemen aufgedeckt wurden. Die Schwachstellen haben das Vertrauen der Kunden erschüttert und den Aktienkurs des Konzerns in den Keller gehen lassen. Seit Jahresbeginn verzeichnen Anleger Verluste von fast 29 Prozent.
Die Sicherheitsprobleme wurden im März 2026 bekannt und lösten einen deutlichen Kurssturz der SAP-Aktie aus. Der Wert fiel auf 165,74 Euro und näherte sich damit einem 52-Wochen-Tief. Der aktuelle Kurs liegt fast 24 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt – ein Zeichen für anhaltende Schwäche am Markt.
Analysten haben daraufhin ihre Einschätzungen überarbeitet. Zacks Research stufte SAP von "Starker Kauf" auf "Halten" herab. Barclays senkte das Kursziel von 348 auf 283 US-Dollar, beließ die Einstufung aber bei "Übergewichten". BMO Capital reduzierte sein Ziel von 320 auf 245 Dollar, behielt jedoch eine positive langfristige Perspektive bei.
Der Rückgang folgt auf verfehlte Ziele beim Cloud-Auftragsbestand und nachlassenden Wachstumsimpulsen. Dennoch bleibt das Kerngeschäft von SAP stabil: Die Cloud-Umsätze stiegen im Geschäftsjahr 2025 um 23 Prozent. Zudem treibt das Unternehmen die Entwicklung seines KI-Assistenten Joule voran, der mittlerweile in über 210 Anwendungsfällen weltweit im Einsatz ist. Ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 10 Milliarden Euro soll das Vertrauen der Investoren stärken.
Die Marktkapitalisierung von SAP liegt derzeit bei rund 194 bis 195 Milliarden Euro, während die Aktie bei etwa 166 Euro notiert. Die Sicherheitslücken und die Herabstufungen durch Analysten belasten die Performance spürbar. Dennoch baut der Konzern seine KI- und Cloud-Angebote weiter aus und gibt gleichzeitig Kapital an die Aktionäre zurück.