26 April 2026, 08:31

Schulze attackiert Merz' Rentenvorschläge: "Ostdeutschland wird ignoriert"

Schwarze und weiße Zeitungsanzeige für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland, mit Text auf weißem Hintergrund.

Schulze attackiert Merz' Rentenvorschläge: "Ostdeutschland wird ignoriert"

Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, hat die Rentenvorschläge von Bundeskanzler Friedrich Merz scharf kritisiert. Er argumentiert, dass die Pläne die besonderen Herausforderungen der ostdeutschen Bundesländer nicht ausreichend berücksichtigen, wo die finanzielle Absicherung im Alter weitaus prekärer ist als im Westen.

Schulze betonte, dass viele Menschen in Ostdeutschland im Alter fast ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen sind, um würdevoll leben zu können. Im Gegensatz zu den westdeutschen Regionen erhalten dort weniger Menschen betriebliche Altersvorsorge oder verfügen über Ersparnisse für private Rentenmodelle. Zudem führe das geringere Vermögen, der niedrigere Immobilienbesitz und seltener vererbtes Kapital dazu, dass ältere Bürger kaum vor Altersarmut geschützt seien.

Besonders besorgniserregend sei die Situation in Sachsen-Anhalt, so der Ministerpräsident. Das Bundesland habe eine überdurchschnittlich alte Bevölkerung – das Durchschnittsalter liege bei etwa 48 Jahren und damit über dem Bundesschnitt. Diese demografische Realität mache faire Rentenzusagen noch dringender, so Schulze.

Er forderte die Rentenkommission auf, diese regionalen Unterschiede in vollem Umfang zu berücksichtigen. Eine angemessene Rente sei nicht nur eine Frage der individuellen Sicherheit, sondern auch entscheidend für den sozialen Zusammenhalt im Land.

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Der Streit setzt die Bundesregierung unter Druck, ihre Rentenpolitik anzupassen. Schulze pocht darauf, dass die ostdeutschen Länder gezielte Unterstützung erhalten. Ohne Kurskorrekturen, warnt er, drohe vielen älteren Bürgern im Ruhestand finanzielle Not.

Quelle