Simone Oldenburg führt Die Linke als Spitzenkandidatin in MV-Wahl 2023 an
Romuald SchweitzerLinke repariert Liste für Landtagswahl - Simone Oldenburg führt Die Linke als Spitzenkandidatin in MV-Wahl 2023 an
Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern hat Simone Oldenburg zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl im September 2023 gekürt. Die Bildungsministerin wurde ohne Gegenkandidatur nominiert.
Oldenburgs Nominierung fällt in eine Phase wachsender Zustimmung für die Partei. Eine Forsa-Umfrage vom 19. Februar taxierte die Linke auf 11 Prozent, während eine Infratest-dimap-Erhebung Ende Januar sie sogar bei 12 Prozent sah. Beide Werte deuten auf einen möglichen Zuwachs gegenüber der Landtagswahl 2021 hin, als die Partei 9,9 Prozent der Stimmen holte und neun Sitze im Schweriner Landtag errang.
Die Wahlbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern steigt seit Jahren kontinuierlich an und lag 2021 bei 70,8 Prozent. Allerdings zeigen Trends in ostdeutschen Landeswahlen, dass von Mobilisierungsbemühungen auch die AfD profitiert – etwa durch die Aktivierung bisheriger Nichtwähler.
Auf dem Parteitag in Rostock wird die Kandidatenliste finalisiert, wobei die paritätische Besetzung der Listenplätze sichergestellt wird. Da keine Gegenkandidaten antraten, bleibt Oldenburgs Spitzenposition unangefochten.
Mit einer klaren Spitzenkandidatin und verbesserten Umfragewerten geht die Linke in den Wahlkampf 2023. Sollten sich die aktuellen Prognosen bestätigen, könnte die Partei ihre Präsenz im Landtag über das Ergebnis von 2021 hinaus ausbauen. Der Rostocker Parteitag wird nun die endgültige Reihenfolge der Kandidaten vor der Septemberwahl festlegen.