Steuerreform 2027: Entlastung für Geringverdiener – doch der Tankrabatt fällt weg
Vadim BlochSteuerreform 2027: Entlastung für Geringverdiener – doch der Tankrabatt fällt weg
Die Bundesregierung hat Pläne zur Reform der Einkommensteuer angekündigt, um ab dem 1. Januar 2027 die Belastung für Gering- und Mittelverdiener zu verringern. Gleichzeitig wurde eine Verlängerung der befristeten Spritpreisbremse ausgeschlossen, die in diesem Monat ausläuft.
Die temporäre Senkung der Energiesteuer, bekannt als Tankrabatt, hatte die Abgaben auf Benzin und Diesel im Mai und Juni um 17 Cent pro Liter reduziert. Die Maßnahme war eingeführt worden, nachdem die Spritpreise während des Iran-Konflikts kurzzeitig auf bis zu 2,50 Euro pro Liter gestiegen waren. Aktuell liegen die Preise deutlich niedriger: Im Schnitt kostet Superbenzin in Sachsen-Anhalt etwa 1,80 Euro pro Liter, Diesel rund 1,70 Euro.
Die Regierung hält das Auslaufen der Subvention angesichts der gesunkenen Spritpreise für vertretbar. Kritisch bleibt jedoch, dass sie während der Krise keine schärferen Übergewinnsteuern für große Mineralölkonzerne durchsetzte. Stattdessen setzt sich Bundesenergieminister Prof. Dr. Armin Willingmann für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel ein, um einkommensschwachen Haushalten und Familien mit hohen Lebenshaltungskosten zu helfen.
Die Spritpreisbremse endet wie geplant am 30. Juni. Die Einkommensteuerreform soll 2027 in Kraft treten und gezielt Entlastungen für Gering- und Mittelverdiener bringen. Die Regierung steht weiterhin unter Druck, die steigenden Lebenshaltungskosten für sozial benachteiligte Gruppen zu bekämpfen.
