Streit um CDU-AfD-Foto in Sachsen-Anhalt: Heuer betont klare Grenzen trotz gemeinsamer Bühne
Romuald SchweitzerStreit um CDU-AfD-Foto in Sachsen-Anhalt: Heuer betont klare Grenzen trotz gemeinsamer Bühne
Ein aktuelles Foto hat eine Debatte über die Haltung der CDU gegenüber der AfD in Sachsen-Anhalt ausgelöst. Die Aufnahme zeigt Guido Heuer, den Fraktionsvorsitzenden der CDU, neben Ulrich Siegmund, dem Spitzenkandidaten der AfD für die Landtagswahl. Die von der Liberalen Mittelstands-Vereinigung organisierte Veranstaltung brachte Vertreter mehrerer Parteien zusammen.
Bei dem Treffen in Halberstadt trafen Politiker von CDU, AfD, Linken, Grünen und BSW aufeinander. Heuer und Siegmund wurden gemeinsam fotografiert – jeder mit eigenem Mikrofon. Dies widerspricht Heuers späterer Aussage, es habe nur ein einziges Mikrofon gegeben.
Es gab Spekulationen, ob die CDU ihre „Brandmauer“-Strategie gegenüber der AfD in Sachsen-Anhalt aufweiche. Angelika Hießerich-Peter, Bundesvorsitzende der Liberalen Mittelstands-Vereinigung, hatte sich bereits wegen Siegmunds Einladung von der Veranstaltung distanziert.
Heuer betonte später, seine Partei halte an der Linie „Grenzen ziehen, aber nicht ausschließen“ gegenüber der AfD fest. Bei einer Podiumsdiskussion schloss er zudem Koalitionen mit der AfD oder der Linken aus. Siegmund wies in einem Interview mit der Jungen Freiheit die Vorstellung einer Lockerung der „Brandmauer“ zurück. Heuer beharrte darauf, das Foto zeige eine politische Konfrontation, keine Annäherung.
Das Bild und die anschließenden Stellungnahmen befeuern die Diskussion über den Umgang der CDU mit der AfD. Heuers klare Absage an mögliche Bündnisse unterstreicht die Parteiposition. Der Vorfall verdeutlicht die anhaltenden Spannungen und unterschiedlichen Deutungen politischer Interaktionen in Sachsen-Anhalt.






