28 April 2026, 02:29

Urteil im Frankfurter Prozess: Gruppe soll schwule Männer über Dating-Apps gelockt haben

Plakat mit fetter schwarzer Schrift, die "Vergewaltigung ist nicht in Ordnung: Sexualisierte Gewalt ist ein ernsthaftes Problem" auf einem weißen Hintergrund mit einem schwarzen Rahmen darstellt.

Urteil im Frankfurter Prozess: Gruppe soll schwule Männer über Dating-Apps gelockt haben

Vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) neigt sich ein Prozess gegen sechs Angeklagte dem Ende entgegen, die beschuldigt werden, über Dating-Apps gezielt schwule Männer ins Visier genommen zu haben. Am Dienstag um 9:00 Uhr wird das Urteil verkündet. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Vorwürfe schwerer Raubüberfälle, die sich über einen längeren Zeitraum erstreckten.

Die Gruppe – bestehend aus drei jungen Erwachsenen und drei Jugendlichen – muss sich wegen besonders schwerer Raubdelikte verantworten. Laut Staatsanwaltschaft erstellten die Beschuldigten gefälschte Profile, um ihre Opfer in abgelegene Gegenden zu locken. Dort seien die Männer dann angegriffen, beraubt und weiteren Misshandlungen ausgesetzt worden.

Ermittler bestätigten, dass die Angeklagten ihre Taten aufgezeichnet haben. Bisher gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass die Straftaten mit einem organisierten Netzwerk oder politischen Motiven in Verbindung stehen. Wegen des jungen Alters der Beteiligten fanden große Teile der Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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Die Urteilsverkündung zählt zu den wenigen öffentlichen Terminen des Prozesses.

Am Dienstagmorgen wird das Gericht in einer öffentlichen Sitzung sein Urteil sprechen. Die Entscheidung wird über die rechtlichen Konsequenzen für die sechs Angeklagten bestimmen. Der Fall hat besondere Aufmerksamkeit erregt – sowohl wegen der systematischen Vorgehensweise der mutmaßlichen Täter als auch wegen der Schutzbedürftigkeit der betroffenen Opfer.

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