25 June 2026, 00:29

Vatikan lehnt Laienpredigten ab – Kritik vom Synodalen Weg wächst

Deutschland: Vatikan lehnt Anfrage für Laienpredigten ab und löst Widerstand bei Laiengruppen aus

Vatikan lehnt Laienpredigten ab – Kritik vom Synodalen Weg wächst

Der Vatikan hat einen Antrag der Deutschen Bischofskonferenz abgelehnt, Laien die Predigt während der Heiligen Messe halten zu lassen. Die Entscheidung wurde in einem Schreiben von Kardinal Arthur Roche am 17. Juni mitgeteilt. Der Schritt stößt bei Laienverbänden, die am deutschen Synodalen Weg beteiligt sind, auf Kritik.

Kardinal Roche, Präfekt des Dikasteriums für Gottesdienst und Sakramentenordnung, berief sich in seiner Antwort auf das Kirchenrecht. Der Codex Iuris Canonici reserviert die Predigt ausdrücklich Priestern oder Diakonen. Zudem verwies er auf die vatikanische Instruktion Redemptionis Sacramentum aus dem Jahr 2004, um die Ablehnung zu untermauern.

Die Deutsche Bischofskonferenz hatte um die Erlaubnis gebeten, qualifizierten Laien die Predigt an Sonn- und Feiertagen zu gestatten, und dies mit pastoraler Notwendigkeit begründet. Die Ablehnung des Vatikans entspricht jedoch dem geltenden Kirchenrecht. Papst Franziskus hatte den Synodalen Weg zuvor kritisiert und erklärt, er werde von ideologischen Motiven statt von geistlicher Führung geprägt.

Irme Stetter-Karp, Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, kündigte an, die Angelegenheit weiterhin mit den Bischöfen voranzutreiben. Auch der Katholische Deutsche Frauenbund verurteilte die Entscheidung und bezeichnete sie als Beleg für die anhaltende Ausgrenzung von Frauen aus zentralen Rollen in der Kirche.

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Die Ablehnung bestätigt die bestehende Regelung, wonach nur geweihte Kleriker die Predigt halten dürfen. Laienverbände in Deutschland setzen sich trotz der vatikanischen Haltung weiterhin für eine Änderung ein. Die Debatte spiegelt die tiefer liegenden Spannungen zwischen Rom und dem deutschen Synodalen Weg wider.

Quelle