13 June 2026, 00:28

Widersprüche um toten Buckelwal: Minister Backhaus unter Druck durch interne Dokumente

Bericht: Zweifel an den Aussagen von Minister Backhaus zu toten Buckelwal

Widersprüche um toten Buckelwal: Minister Backhaus unter Druck durch interne Dokumente

Interne Dokumente aus dem Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns werfen Fragen zu den Aussagen von Minister Till Backhaus über einen toten Buckelwal auf. Der Minister hatte behauptet, das Tier habe nach seiner Freilassung am 2. Mai mindestens bis zum 6. oder 7. Mai überlebt. Die vorliegenden Daten bestätigen diesen Zeitrahmen jedoch nicht.

Till Backhaus erklärte gegenüber Journalisten, Experten des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) hätten Bewegungsdaten des Wals ausgelesen. Zudem behauptete er, das Tier habe mehrere Tage nach der Freilassung gelebt. Später wurde der Wal tot in Dänemark entdeckt.

Den Aufzeichnungen zufolge legte der Wal nach seiner Freilassung 215 Kilometer in gerader Linie zurück. Die Bewegungsdaten wurden dem Ministerium jedoch nicht von LUNG-Experten, sondern von einer privaten Rettungsinitiative in Form eines Links übermittelt. Die übermittelten Informationen stellen nur einen Bruchteil dessen dar, was das Splash10-F-Gerät hätte aufzeichnen und übermitteln können.

Burkard Baschek, Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, analysierte die Daten und fand Hinweise darauf, dass der Wal innerhalb der ersten vier Stunden nach der Freilassung tauchte. Allerdings äußerte er Zweifel an den Angaben des Ministers zu mehrtägigen Tauchtätigkeiten. Auf Anfragen nach weitergehenden Erklärungen reagierte das Ministerium bisher nicht.

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Die Unterlagen deuten auf Widersprüche zwischen den Aussagen des Ministers und den verfügbaren Bewegungsdaten hin. Die Aufzeichnungen des Wals umfassen nur einen begrenzten Zeitraum, und es gibt keine Belege dafür, dass das Tier bis zum 6. oder 7. Mai überlebte. Da das Ministerium die Anfragen nicht beantwortet hat, bleiben zentrale Fragen offen.

Quelle