Wiener Festwochen feiern 75 Jahre mit Rekordbesuch – doch nicht alle Inszenierungen überzeugten
Nurten HarloffWiener Festwochen feiern 75 Jahre mit Rekordbesuch – doch nicht alle Inszenierungen überzeugten
Die Wiener Festwochen feierten ihr 75-jähriges Jubiläum mit einem mutigen Programm. Sie versprachen die „größte Inszenierung aller Zeiten“ als Weltpremiere und zogen fast 196.000 Besucher an. Die Veranstaltung verband hohe Erwartungen mit gemischten Publikumreaktionen.
Eröffnet wurde das Festival mit einem Spektakel am Heldenplatz, das mehr als zwei Drittel der Gesamtbesucher anzog. Milo Raus Republik der Götter lief fünf Wochen lang und sorgte mit seiner Darstellung der selbsternannten Propheten Peter Thiel und Braco für Diskussionen.
Zu den Höhepunkten zählte Angélica Liddells Seppuku: Die Bestattung Mishimas oder die Lust am Sterben. Auch Patti Smiths Auftritte und Florentina Holzingers Pfingstspiel hinterließen starke Eindrücke. Die interaktive Performance Turn von Gob Squad begeisterte als Teil des Partizipativen Theaters.
Thorsten Lensings Tanzende Idioten und Brigitta Muntendorfs Der Tag davor erhielten Lob, während Susanne Kennedys Parsifal und Nestervals Adaption der Nibelungensage die Erwartungen nicht erfüllten.
Mit fast 196.000 Besuchern verzeichneten die Festwochen einen Rekord. Kritiker bewerteten das Gesamtprogramm mit drei von fünf Sternen. Die Mischung aus gefeierten Werken und verpassten Chancen prägte die diesjährige Ausgabe.






