Wolfsangriff in Thüringen: Sechs Schafe tot – Familie kämpft um ihre Existenz
Nurten HarloffWolfsangriff in Thüringen: Sechs Schafe tot – Familie kämpft um ihre Existenz
Wolfsangriff auf Schafsfarm in Thüringen: Sechs Mutterschafe tot, zwei schwer verletzt
Ein Wolfsangriff auf eine Schafsfarm in Thüringen hat sechs Mutterschafe getötet und zwei weitere schwer verletzt. Die Familie Specht, die die Herde in der Nähe der Rhön hält, entdeckte die Tiere am Sonntagmorgen. Der Vorfall hat die Forderungen nach strengeren Regeln im Umgang mit Wölfen, die Nutztiere bedrohen, neu entfacht.
Der Schäfermeister Egon Specht fand die verletzten und toten Schafe früh am Sonntag. Sein Enkel Simon Specht, der den Hof heute führt, meldete den Angriff an das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz. Mitarbeiter des Kompetenzzentrums für Wölfe, Biber und Luchse wurden informiert und entnahmen Proben, um den Wolfsangriff zweifelsfrei zu bestätigen.
Sechs Mutterschafe erlitten tiefe Bisswunden und benötigten dringend tierärztliche Versorgung. Die Familie vermutet, dass mehr als ein Wolf für den Angriff verantwortlich ist. Neben der emotionalen Belastung bedeutet der Vorfall für die Spechts auch einen erheblichen finanziellen Verlust.
Örtliche Schäfer argumentieren seit Langem, dass die Schafhaltung zur Erhaltung der offenen Landschaften der Rhön beiträgt. Nun fordern viele Nutztierhalter in Thüringen klarere rechtliche Maßnahmen gegen Wölfe, die wiederholt farmspezifisch angreifen.
Der Angriff stellt die Familie Specht vor wirtschaftliche und praktische Herausforderungen. Angesichts wachsender Forderungen nach besserem Schutz vor Problemwölfen könnten die Behörden nun die bestehenden Regelungen überprüfen. Die Ergebnisse der vor Ort entnommenen Proben könnten zudem beeinflussen, wie solche Vorfälle künftig gehandhabt werden.






