28 April 2026, 21:11

Zuckerabgabe kommt 2025: Koalition beschließt neue Steuern auf Süßes, Alkohol und Plastik

Eine Europakarte mit Farben, die die höchsten Grenzsteuersätze pro Land anzeigen, und der Überschrift "Höchste Grenzsteuersätze in Europa" oben.

Zuckerabgabe kommt 2025: Koalition beschließt neue Steuern auf Süßes, Alkohol und Plastik

Die deutsche Regierungskoalition plant die Einführung einer Zuckerabgabe ab kommendem Jahr als Teil eines umfassenden Sparpakets. Parallel dazu sind höhere Steuern auf Tabak, Alkohol und Plastik vorgesehen. Damit sollen die Belastungen für die Krankenkassen verringert und das Haushaltsdefizit des Bundes reduziert werden.

Ein Regierungsausschuss hat eine gestaffelte Besteuerung zuckerhaltiger Getränke wie Cola und Limonaden vorgeschlagen. Die Zuckerabgabe ist eine von 66 Maßnahmen, die die finanzielle Belastung des öffentlichen Gesundheitswesens verringern sollen. Großbritannien führte eine ähnliche Regelung 2018 ein und nahm allein im vergangenen Jahr damit 377 Millionen Euro ein.

Die Koalition aus SPD und CDU unterstützt die Abgabe nun trotz früherer Vorbehalte. Noch im Februar hatte die CDU auf ihrem Parteitag eine Zuckersteuer abgelehnt. Doch nach der Schließung der Haushaltslücke für 2027 und einer Halbierung des Fehlbetrags für das Folgejahr auf unter 30 Milliarden Euro hat sich die Haltung geändert.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil strebt durch die Reformen Einsparungen in Höhe von 20 Milliarden Euro an. Neben der Zuckerabgabe sind eine Plastiksteuer, höhere Abgaben auf Alkohol und Tabak sowie Kürzungen bei staatlichen Subventionen geplant. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die anhaltende Finanzierungslücke zu schließen und die Abhängigkeit von öffentlichen Ausgaben zu verringern.

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Die Zuckerabgabe tritt 2025 in Kraft und ist Teil einer Reihe von Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen. Langfristig sollen diese Schritte zusätzliche Einnahmen generieren und das Defizit senken. Noch stehen jedoch die genauen Sätze und Zeitpläne für die weiteren geplanten Steuern aus.

Quelle