21 March 2026, 08:29

1&1-Chef Dommermuth kämpft gegen Bundesnetzagentur um faire Frequenzvergabe

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1&1 CEO Dommermuth Rules Out Sale to Telefónica - 1&1-Chef Dommermuth kämpft gegen Bundesnetzagentur um faire Frequenzvergabe

Ralph Dommermuth, Chef des Telekommunikationsunternehmens 1&1, liegt im Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur. Im Mittelpunkt des Konflikts steht die Verlängerung der niedrigen Frequenzbänder für die etablierten Anbieter Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2. Dommermuth wirft der Behörde vor, die Entscheidung sei rechtswidrig und benachteilige neue Wettbewerber wie 1&1 unfair.

Seit dem Netzstart im Jahr 2024 hat sich 1&1 zu einem ernsthaften Konkurrenten auf dem deutschen Mobilfunkmarkt entwickelt. Zwar ist das Unternehmen nach wie vor kleiner als die drei großen Anbieter, doch sein Wachstum hat die Branche aufgemischt und die Preise für Verbraucher gesenkt.

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1&1 sorgte 2024 für Furore, als es zum vierten unabhängigen Mobilfunkanbieter in Deutschland wurde. Bis Ende 2025 hatte das Unternehmen bereits 27 Prozent der deutschen Haushalte mit seinem Netz abgedeckt – und damit das von den Regulierungsbehörden gesetzte Ziel von 25 Prozent übertroffen. Nun strebt 1&1 an, bis Ende 2026 eine Abdeckung von 35 Prozent zu erreichen.

Mit dem Markteintritt von 1&1 sehen sich Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2 einem stärkeren Wettbewerb ausgesetzt. Zwar dominieren diese etablierten Anbieter weiterhin in puncto Kundenzahlen und Netzabdeckung, doch das Wachstum von 1&1 hat zu sinkenden Preisen für die Verbraucher geführt.

Dommermuth hat deutlich gemacht, dass ein Verkauf von 1&1 nicht infrage kommt. Stattdessen konzentriert er sich auf den Ausbau des Netzes und die Verbesserung der Dienstleistungen. Gleichzeitig zeigt er sich offen für Kooperationen mit Konkurrenten, insbesondere beim gemeinsamen Nutzen von Mobilfunkmasten in ländlichen Gebieten, um die Netzabdeckung zu erhöhen.

Kern des aktuellen Rechtsstreits ist die Entscheidung der Bundesnetzagentur, die niedrigen Frequenzbänder an die drei etablierten Anbieter zu verlängern. Dommermuth hält diesen Schritt für rechtswidrig und argumentiert, er begünstige die etablierten Unternehmen auf Kosten neuer Wettbewerber wie 1&1.

Durch sein rasches Wachstum hat 1&1 den deutschen Mobilfunkmarkt umgestaltet und den Verbrauchern mehr Auswahl zu niedrigeren Preisen geboten. Die rechtliche Auseinandersetzung um die Frequenzverlängerung könnte die Wettbewerbsbedingungen in der Branche weiter beeinflussen.

Mit dem Ziel, bis 2026 35 Prozent der Haushalte zu erreichen, wird 1&1 auch künftig eine zentrale Rolle im Markt spielen. Dommermuths Engagement für das Projekt bedeutet, dass das Netz weiter wachsen und seine Auswirkungen auf den Markt anhalten werden.

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