03 May 2026, 00:36

1. Mai in Braunschweig: Solidarität trifft auf rechte Provokationen

Eine große Gruppe von Menschen nimmt an einer Protestdemo in Washington, D.C. am 21. Januar 2020 teil und marschiert eine Straße entlang mit Schildern, Bannern und Fahrrädern vor einer Kulisse aus Schildern, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

1. Mai in Braunschweig: Solidarität trifft auf rechte Provokationen

Mehrere Kundgebungen in Braunschweig: Tag der Arbeit zwischen Solidarität und politischer Spannung

In Braunschweig fanden am Freitag mehrere Demonstrationen statt, die den Tag der Arbeit mit politischen Spannungen verbanden. Während tausende Menschen den Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeiterbewegung begingen, zog eine kleinere, aber umstrittene Kundgebung der rechten Szene Aufmerksamkeit auf sich.

Der Tag begann um 11 Uhr mit dem Aufmarsch des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zum „Tag der Arbeit“ am Burgplatz. Rund 1.800 Teilnehmer folgten dem Zug, der gegen 12:30 Uhr friedlich im Bürgerpark endete.

Eine zweite DGB-Demonstration startete um 13:05 Uhr an der Konrad-Adenauer-Straße. Gleichzeitig hielt die rechtsextreme NPD in der Nähe des Bahnhofs eine eigene Kundgebung ab. Einige DGB-Teilnehmer lösten sich von ihrem Marsch, um am Hauptbahnhöf eine spontane Gegenprotest zu organisieren.

Die NPD-Veranstaltung wurde durch Eierwürfe gestört, blieb jedoch ohne Verletzte oder Sachschäden. Die Polizei meldete zwei Fälle, in denen Beamte während der Proteste körperlich angegriffen wurden. Aufgrund der Präsenz des DGB musste die Route der NPD geändert werden; ihre Kundgebung endete mit etwa 40 Teilnehmern.

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Bis 17:15 Uhr waren alle Demonstrationen beendet – ein Tag mit gegensätzlichen politischen Versammlungen ging zu Ende.

Die Braunschweiger Proteste zeigten ein Nebeneinander von großer arbeiterbewegter Solidarität und kleinerer rechtsextremer Aktivität. Zwar verliefen die meisten Veranstaltungen friedlich, doch kam es zu vereinzelten Zwischenfällen, darunter zwei Angriffe auf Polizisten. Die städtischen Behörden sorgten dafür, dass alle Kundgebungen ohne größere Eskalationen endeten.

Quelle