02 April 2026, 12:38

30.000 Euro Zuschuss: Wie Büros zu Wohnungen werden sollen

Ein Blatt Papier mit einer farbcodierten Karte eines geplanten Wohnbaugebiets, mit beschrifteten Abschnitten und begleitendem Text zu Gebäuden, Straßen und anderen Merkmalen.

30.000 Euro Zuschuss: Wie Büros zu Wohnungen werden sollen

Neues staatliches Förderprogramm: Bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit für Umwandlung von Büros in Wohnraum

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Mit einem neuen Förderprogramm will die Bundesregierung leerstehende Büroräume in Wohnungen umwandeln – und stellt dafür Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Einheit bereit. Das Vorhaben soll gleichzeitig Wohnungsmangel bekämpfen und die Leerstandsquote in Großstädten senken. Investoren erhalten nicht rückzahlbare Mittel, müssen jedoch strenge Energiestandards einhalten.

Im Fokus stehen Deutschlands sieben größte Städte, wo ungenutzte Bürogebäude theoretisch Platz für rund 11.000 neue Wohnungen bieten. Unter optimalen Bedingungen schätzt das Ifo-Institut das Potenzial sogar auf bis zu 60.000 Wohneinheiten in diesen Ballungsräumen. Konkrete Projekte gibt es allerdings noch nicht, da das Programm erst im Sommer 2026 an den Start geht.

Förderbedingungen: Energieeffizienz Pflicht – mit Ausnahmen Voraussetzung für die Förderung ist die Einhaltung des Standards "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien", der hohe energetische Anforderungen stellt. Denkmalgeschützte Gebäude sind von dieser Regelung ausgenommen. Pro Unternehmen ist die Gesamtförderung auf 300.000 Euro gedeckelt – doch steigende Baukosten könnten manche Vorhaben trotzdem unwirtschaftlich machen.

Herausforderungen: Hohe Umrüstungskosten, fehlende Infrastruktur Der Umbau von Büros in Wohnraum erfordert oft teure Anpassungen, da Gewerbeimmobilien meist über keine grundlegende Wohninfrastruktur verfügen. Trotz dieser Hürden soll das Programm klimafreundliche Sanierungen anreizen und gleichzeitig dringend benötigten Wohnraum schaffen.

Chancen und Risiken: Finanzspritze für Bauherren, aber hohe Hürden Die Zuschüsse entlasten Entwickler finanziell, doch strenge Energievorgaben und hohe Umwandlungskosten bleiben problematisch. Gelingt das Vorhaben, könnte es das Wohnungsangebot in Metropolen wie Berlin, München oder Frankfurt spürbar erhöhen. Die ersten Projekte sollen Mitte 2026 starten.

Quelle