29 April 2026, 14:33

Aktivisten protestieren nackt für kostenlose Hautkrebsvorsorge vor dem Kanzleramt

Schwarzes und weißes Foto von sechs Männern in Anzügen und Krawatten, jeder trägt eine Brille, mit dem Text "Darmkrebs: Neue Einblicke in eine vermeidbare Krankheit" darunter.

Aktivisten protestieren nackt für kostenlose Hautkrebsvorsorge vor dem Kanzleramt

Protest unter dem Motto "Rettet die Hautkrebsvorsorge" am Mittwoch vor der Kanzlei

Am Mittwoch, dem 29. April, findet um 8:30 Uhr vor dem Bundeskanzleramt eine Demonstration unter dem Titel "Rettet die Hautkrebsvorsorge" statt. Die Teilnehmer wollen sich symbolisch entkleiden und Plakate mit nackten Körpern sowie Parolen wie "Gesundheit muss bezahlbar bleiben" oder "Ministerin Warken, krank sparen geht nicht" hochhalten.

Die Aktion fällt zusammen mit der Vorstellung des Reformpakets von Gesundheitsministerin Nina Warken im Kabinett. Organisatoren, darunter die Aktivistin Annika Liebert von der Organisation Campact, wehren sich gegen geplante Kürzungen bei der Hautkrebsfrüherkennung. Im Rahmen der Reformen könnte das bisher alle zwei Jahre kostenlose Screening für Menschen ab 35 Jahren komplett gestrichen werden.

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Die Zahl der Hautkrebsfälle hat sich in den letzten 20 Jahren nahezu verdoppelt – frühzeitige Diagnosen sind daher wichtiger denn je. Eine Petition gegen die Kürzungen hat bereits 500.000 Unterschriften gesammelt. Die Demonstranten fordern zudem, dass die Gesundheitsversorgung bezahlbar bleibt und die Pharmaindustrie sich stärker an der Finanzierung beteiligt.

Mit der Kundgebung wollen die Veranstalter auf eine "ungerechte Entscheidung" aufmerksam machen. Sie argumentieren, dass der Wegfall der kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen viele Menschen einem erhöhten Risiko aussetzen würde – insbesondere jene, die auf frühzeitige Diagnosen für ihr Überleben angewiesen sind.

Der Protest setzt die Regierung unter Druck, während Warkens Reformen beraten werden. Sollten die Kürzungen umgesetzt werden, könnten Millionen Menschen den Zugang zu regelmäßigen Hautkrebs-Checks verlieren. Die Entscheidung wird zeigen, ob das bisherige Screening-Programm erhalten bleibt.

Quelle