Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro für ein antikes Erbe
Nurten HarloffGrüne Ampel: Bayern stellt 30 Millionen Euro für Römisches Museum bereit - Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro für ein antikes Erbe
Augsburg bekommt nach Jahren der Planung ein neues Römermuseum
Die bayerische Staatsregierung hat 30 Millionen Euro für das Projekt zugesagt. Die Stadt strebt an, den Bau bis 2033 abzuschließen – vorausgesetzt, der Stadtrat gibt das endgültige Grünlicht.
Das Museum entsteht auf einem landeseigenen Gelände in der Karmelitengasse, wo einst ein Gefängnis stand. Der Standort knüpft an Augsburgs tief verwurzelte römische Vergangenheit an: Die Stadt war einst als Augusta Vindelicum bekannt und wurde später zur Hauptstadt der römischen Provinz Raetia.
Jahrzehntelange archäologische Arbeiten brachten bedeutende Funde zutage, darunter die Entdeckung eines 1.800 Jahre alten römischen Mosaiks im Stephansgarten in den Jahren 1986–1987. Schulkinder halfen bei der Restaurierung des seltenen Kunstwerks, das aus einem repräsentativen römischen Gebäude stammte. Auch aktuelle Bauprojekte fördern weiterhin neue Funde zutage. Experten wie Dr. Sebastian Gairhos werden 2026 in Vorträgen über Augsburgs Übergang von der Römerzeit ins Mittelalter berichten.
Das neue Museum wird eng mit der Landesausstellung Römisches Bayern verknüpft sein, die von der Archäologischen Staatsammlung München kuratiert wird. Die Gesamtkosten werden auf 60 Millionen Euro geschätzt, wovon nun die Hälfte gesichert ist. Dies folgt auf die Schließung des letzten Augsburger Römermuseums 2012 wegen baulicher Mängel – seitdem fehlte der Stadt über ein Jahrzehnt lang ein eigener Ort für ihr antikes Erbe.
Bei Genehmigung wird das Museum Exponate aus Jahrhunderten römischer Geschichte in der Region beherbergen. Der Eröffnungstermin 2033 hängt von der weiteren Finanzierung und Planung ab. Fertiggestellt wird es eine dauerhafte Heimat für Augsburgs vergrabene Vergangenheit bieten.






