17 March 2026, 10:29

Bayer zwischen Schuldenberg und Hoffnung durch Medikamenten-Durchbruch Kerendia

Ein altes Buch mit einer Zeichnung eines Thermometers, das mit "Bayer Thermometer Patent No. 263,649" beschriftet ist.

Bayer zwischen Schuldenberg und Hoffnung durch Medikamenten-Durchbruch Kerendia

Bayers finanzielle Turbulenzen im Jahr 2025 werden von Fortschritten in der Pharmasparte überlagert. Der Konzern verzeichnete einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro und eine Nettoverschuldung von fast 30 Milliarden Euro – vor allem bedingt durch hohe Prozesskosten. Doch ein erfolgreicher klinischer Test des Medikaments Kerendia sowie eine bevorstehende Entscheidung des US-Supreme Courts zu Warnhinweisen auf Roundup haben das Vertrauen der Anleger gestärkt. Die Aktie legte um 4,71 % auf 40,25 Euro zu.

Die Pharmasparte erzielte einen entscheidenden Durchbruch mit Kerendia (Finerenon), das in einer Phase-III-Studie bei nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung sein Hauptziel erreichte. Die Ergebnisse der FIND-CKD-Studie zeigten eine verbesserte Nierenfunktion im Vergleich zu einem Placebo, woraufhin Bayer eine erweiterte Zulassung durch die US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen will. Bei Genehmigung könnte sich der Markt für das Medikament deutlich ausweiten – der Konzern plant Zulassungsanträge in über 100 Ländern.

Rechtliche Herausforderungen bleiben ein zentrales Thema. Der US-Supreme Court wird am 1. April 2026 mündliche Verhandlungen zu den Warnhinweisen auf Roundup führen, mit einer Entscheidung bis Mitte Juni. Investoren beobachten zudem eine geplante Exekutivverfügung, die die Versorgung mit Glyphosat – einem entscheidenden Wirkstoff in Roundup – sichern soll. Diese juristischen Entwicklungen könnten die finanzielle Belastung verringern, da hohe Prozesskosten die Liquidität belasten und maßgeblich zur hohen Verschuldung beitragen.

Trotz der finanziellen Spannungen hat sich der Bayer-Aktienkurs erholt und notiert 23 % über dem 200-Tage-Durchschnitt. Auf der für den 1. April 2026 anberaumten Hauptversammlung steht eine Abstimmung über eine vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro pro Aktie an. Ein günstiges Urteil des Supreme Courts in Kombination mit dem Erfolg von Kerendia könnte den Weg für die geplante Markteinführung von zehn Blockbuster-Medikamenten im kommenden Jahrzehnt ebnen.

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Die Entscheidung des Supreme Courts und der Zulassungsfortschritt von Kerendia werden über Bayers finanzielle Erholung entscheiden. Ein positives Urteil zu den Roundup-Warnhinweisen könnte die Prozesskosten senken, während eine erweiterte Zulassung für Kerendia die Umsätze steigern dürfte. Diese Entwicklungen werden zeigen, ob es dem Konzern gelingt, die Bilanz zu stabilisieren und seine langfristigen Pläne für die Medikamenten-Pipeline umzusetzen.

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