26 June 2026, 02:23

Berliner Philharmoniker vor Milliarden-Sanierung – doch wo spielen sie zwischendurch?

Wo soll die Philharmonie hin - Templehof oder ICC?

Berliner Philharmoniker vor Milliarden-Sanierung – doch wo spielen sie zwischendurch?

Die Berliner Philharmoniker stehen vor einer umfassenden Sanierung, die 2032 – direkt im Anschluss an ihr 150-jähriges Jubiläum – beginnen soll. Das Projekt umfasst eine vollständige technische Modernisierung, verbesserte Brandschutzmaßnahmen sowie den Ausbau der Backstage-Bereiche. Während der Bauarbeiten muss das Orchester jedoch ausweichen, was eine Debatte über geeignete Interims-Spielstätten ausgelöst hat.

Eine Machbarkeitsstudie schlägt den ehemaligen Flughafen Tempelhof als möglichen vorübergehenden Standort für acht Jahre vor – die Kosten werden auf rund 1,15 Milliarden Euro geschätzt. Auch das Internationale Congress Centrum (ICC) wird als Alternative geprüft. Beide Standorte müssten Platz für etwa 2.300 Zuschauer bieten und hohe akustische Anforderungen erfüllen.

Andrea Zietzschmann, die vielgelobte Intendantin der Philharmoniker, äußert jedoch Bedenken gegenüber dem ICC. Sie verweist auf akustische Mängel und zweifelt an der Machbarkeit einer notwendigen Sanierung des Gebäudes. Ihr eigener, weithin anerkannter Vertrag läuft zudem nur bis 2028 und steht danach infrage.

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Die endgültige Entscheidung über die Sanierung und den Interims-Standort könnte von der neuen Berliner Landesregierung abhängen. Angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt ist die hohe Kostenbelastung des Projekts bereits jetzt ein Streitpunkt. Die Arbeiten sollen unmittelbar nach den Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen des Orchesters im Jahr 2032 beginnen. Die Wahl des vorübergehenden Spielorts und die Finanzierung des Vorhabens werden die Zukunft der Philharmoniker maßgeblich prägen. Politische Verantwortungsträger und Bürger müssen nun abwägen, inwieweit die kulturellen Vorteile die finanziellen Belastungen rechtfertigen.

Quelle